Ein glänzendes Debüt

ESV Buchloe gibt erste Vertragsverlängerungen bekanntESV Buchloe gibt erste Vertragsverlängerungen bekannt
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Toller Einstand für Lasse Jämsen. Beim 13:2 (3:1, 7:0, 3:1)-Kantersieg gegen den EC Bad Tölz 1b begeisterte der Finne der Buchloer Pirates die 300 Zuschauer. Eine bärenstarke Leistung zeigte aber die gesamte Mannschaft des ESV Buchloe. Allerdings machten es die Bad Tölzer mit ihrem äußerst dürftigen und vor allem undisziplinierten Auftritt Jämsen und seinen Kollegen nicht allzu schwer.

Wenn auch der finnische Neuzugang im Buchloer Sturm als exzellenter Schlittschuhläufer und hervorragender Stocktechniker zu glänzen wusste, eine „Ein-Mann-Show“ war Jämsens Darbietung keineswegs: Uneigennützig, mit gutem Auge für seine Sturmpartner Peter Klemm und Matthias Hitzelberger, kombinierte er so verwirrend übers Eis, dass den Gästespielern meist nur das Nachsehen blieb. Die Drei harmonierten, als würden sie schon Jahre zusammen spielen und zeichneten für acht der 13 Tore verantwortlich.

Angefangen hatte es für die Buchloer aber gar nicht gut: Bei einer frühen Zwei-Mann-Überzahlgelegenheit suchten sie nicht entschlossen genug den Torerfolg. In der fünften Minute bekam der von hinten gefoulte Jämsen einen Penalty zugesprochen, den der Protagonist selbst ausführte und vergab. Die Abschlussmisere schien sich fortzusetzen. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, leisteten sich die Pirates einen Abspielfehler im Spielaufbau, den der Bad Tölzer Markus Männer zum 0:1 nutzte (6.).

Von diesem Rückschlag ließen sich die Buchloer aber nicht aus dem Konzept bringen. Sie machten weiter Druck auf das Gästetor, gegen den sich die ECT-Spieler vor allem mit Stockfouls und unkorrekten Checks wehrten. Im Powerplay schaffte Jämsen nach schönem Querpass von Klemm seinen viel umjubelten ersten Treffer (12.). Klemm war dann auch am zweiten, das er mit einem brachialen Schlagschuss ins Kreuzeck selbst besorgte (13.), und dritten Tor (Vorlage für Alexander Endres zum 3:1, 17.) beteiligt.

In der 24. Minute entwischte Jämsen seinen Bewachern und vollstreckte souverän zum 4:1. Mit einem verdeckten Schuss erhöhte Christian Warkus auf 5:1 (26.). Im Anschluss daran verlor Gästekeeper Michael Goldbrunner die Nerven und attackierte Buchloes Peter Vrbas mit Stock und Fäusten. Goldbrunner bekam eine Spieldauerstrafe und Ersatztorwart Andreas Rosen nahm seinen Platz ein. Nach nur 30 Sekunden schlug es hinter Rosen ein: Erneut war es der stark aufspielende Warkus, der ihn kalt erwischt hatte (6:1, 27.). Nach dem siebten „Pirates“-Treffer durch Hitzelberger (30.) erhielt mit Männer der nächste Gästespieler eine Spieldauerstrafe wegen Schlägerwurfs (32.). Daraufhin verschwand die komplette Mannschaft des ECT unter gellenden Pfiffen der Zuschauer in der Kabine – wohl mehr aus Frust denn aus Protest gegen die Schiedsrichterentscheidung. Es half nichts: Nach wenigen Minuten kehrten die Bad Tölzer aufs Eis zurück und das Debakel für sie nahm seinen Lauf. Im Dreiminuten-Takt schlug die Buchloer Tormaschine zu: Zweimal Klemm (34. und 37.) und Vrbas (40.) schraubten das Ergebnis noch vor der Pause auf zweistellig.

Im Schlussdrittel ließen es die „Pirates“ etwas ruhiger angehen und gestatteten den Bad Tölzern einige Konter. Michael Klaus und Matthias Hitzelberger nutzten ihre Chancen (45. und 47.), ehe in der Schlussphase Andreas Reiter das 2:12 erzielte (57.). Damit schienen die Gäste wenigstens das erste und letzte Tor des Abends für sich zu beanspruchen. Doch Lasse Jämsen, der Mann des Abends, machte ihnen einen Strich durch die Rechnung: Mit seinem Tor zum 13:2 setzte er in der 59. Minute den Schlusspunkt. Nach dem Spiel war Jämsen einfach nur „happy“, mit drei Toren und vier Beihilfen zum haushohen Sieg beigetragen zu haben. Trainer Norbert Zabel nannte es „einen Glücksfall für Buchloe, so einen Spieler zu haben“.