EHC startet beim VizemeisterEHC Waldkraiburg

EHC startet beim VizemeisterEHC startet beim Vizemeister
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Der ERC Sonthofen, das ist in den letzten Jahren eine der dominierenden Mannschaften der höchsten bayerischen Eishockeyliga und für die Löwen gleich ein schwerer Brocken: 2011 wurden die Bulls Meister, verzichteten aber auf den Aufstieg, ein Jahr später ging es bis ins Halbfinale, im letzten Winter waren sie Meister der Hauptrunde, marschierten mit Leichtigkeit durch die Aufstiegsrunde in die Playoffs, räumten im Halbfinale Memmingen aus dem Weg und scheiterten dann am EHC Bayreuth mit 1:3 in der Best-of-Five-Serie. Eine Niederlage, die noch immer schmerzt und auch bei den Fans Wunden hinterlassen hat, die in diesem Jahr aber geschlossen werden sollen. Die Oberliga ist das Ziel für die Oberallgäuer und gemeinsam mit Memmingen werden sie auch als ehester Titelaspirant gehandelt- auch wenn interessanterweise auch viele Fans die Löwen aus der Industriestadt weit vorne sehen.

Ihren ohnehin schon guten und eingespielten Kader haben die Bullen nur minimal verändert: Den Verein verließen Torhüter Maximilian Hornik (Oberstdorf) und die Stürmer Björn Friedl (EV Füssen), Josh Rabbani (Rostock Piranhas), Dejan Pungarsek (erst nach Peißenberg, inzwischen vereinslos), Michael Waginger und Shawn Snider- Allein die Angreifer waren für 188 der im letzten Jahr erzielten 627 Scorerpunkte verantwortlich. Doch mit dem Kanadier Ryan Martens von Oberligist Erding (35 Spiele/ 25 Tore/ 24 Vorlagen) und dem Deutsch-Finnen Janne Kujala vom Oberligameister Bad Nauheim (43/ 15/ 15) hat man sich adäquaten Ersatz geholt. Gegen diesen starken Kader und besonders gegen die dortige Kulisse – Sonthofen spielte im letzten Jahr im Schnitt vor 1077 Zuschauern zuhause – müssen die Löwen erst mal bestehen. Zwar werden auch sie inzwischen von den Fans und Experten als mögliches Überraschungsteam und Geheimtipp gehandelt, doch dafür muss der EHC sich besser präsentieren als am letzten Sonntag im letzten Test gegen Dorfen. Zwar gewann man mit 6:5 nach Penaltyschießen gegen den alten Rivalen, mit einem derart verfahrenen Auftritt können die Waldkraiburger in Sonthofen aber nicht mal einen Blumentopf abstauben, gerade auch weil Timo Borrmann am Freitag noch gesperrt ist. Alle Reihen, gerade die ersten beiden, um die vermeintlichen Stars Miculka, Kaltenhauser, Wagner, Hämmerle und Führmann sind am Freitag gefragt.

Am Sonntag, beim Heimspiel gegen Aufsteiger ESC Haßfurt, muss dann auch Timo Borrmann zeigen, warum man ihn aus Erding geholt hat. Vorige Woche war er noch krank, gegen die Hawks gilt es auch für ihn, Anschluss zu halten und einen guten Auftritt hinzulegen. Der 1983 als ERC Haßfurt gegründete Klub war bis 2004 in den oberen Spielklassen vertreten und kam im letzten Sommer über den grünen Tisch zurück ins bayerische Eishockeyoberhaus. Hier ist die Mannschaft von Trainer Doug Kacharvich so etwas wie die große Unbekannte der Liga. Zwar kamen bisher insgesamt zwölf neue Spieler zu den Hawks, mit Verteidiger Pavel Weiß und den Stürmern Ales Stribny und Jan Michalek aus Höchstadt, sowie Torhüter Maximilian Müller aus Bayreuth, aber nur vier Akteure, die schon im letzten Jahr in der Bayernliga spielten. Der Rest spielte im Vorjahr höchstens in der Landesliga, der neue Kontingentspieler Zoltan Revak kam aus Budapest, wo er für den Ferencvaros TC in der höchsten ungarischen Spielklasse auflief. Haßfurt wird am Sonntag also eine Wundertüte für die Gastgeber sein, unterschätzen dürfen die Löwen die Hawks aus Unterfranken aber in keinem Fall, denn die Falken werden sich von den Waldkraiburgern sicher nicht die Federn rupfen lassen wollen.

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