EHC mit zwei Heimspielen zum AuftaktEHC Waldkraiburg

EHC mit zwei Heimspielen zum AuftaktEHC mit zwei Heimspielen zum Auftakt
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Das anvisierte Ziel, nach der Vorrunde einen Platz unter den ersten zehn Teams der Liga zu belegen, wurde in dieser Spielzeit vom EHC abermals verpasst, das stand bereits seit einigen Wochen fest. Seit dem letzten Wochenende ist nun auch klar, dass es in der Abstiegszwischenrunde neben Germering und Nürnberg auch gegen die Islanders vom EV Lindau geht, die ihr letztes Vorrundenspiel beim ESC Dorfen am vergangenen Sonntag mit 2:3 verloren hatten und damit doch noch unter den berühmten Strich im Tableau auf den undankbaren elften Tabellenplatz rutschten. Gegen Lindau hat der EHC Waldkraiburg in dieser Saison eine durchweg gute Bilanz: Das Hinspiel Mitte Oktober gewannen die Löwen auf eigenem Eis souverän mit 5:1, beim Rückspiel zwei Monate später gingen die Punkte nach einem 2:0-Erfolg ebenfalls an den EHC, der sich gerade in dieser Partie aber besonders bei Keeper Fabian Birk bedanken musste, da jener am Bodensee überragend pariert hatte. Dass es die Lindauer von Trainer Pavel Mojtek am Ende nicht mehr schafften, ein Ticket für die Aufstiegszwischenrunde zu lösen, ist insgesamt aber bitter, denn gerade in den letzten Spielen der Vorrunde wirkte der EVL gefestigt, schlug unter anderem Pfaffenhofen (7:1), Peißenberg (3:1) und Buchloe (6:4)- allesamt Teams, die jetzt um den Einzug in die Play-off-Halbfinals kämpfen, während sich Lindau mit dem EHC, Germering und Nürnberg der Tristesse der Abstiegszwischenrunde hingeben muss.

Vor dem EV Lindau am Sonntag, gastiert zunächst aber erst einmal ein anderer EHC bei den Löwen, nämlich der aus Nürnberg. Auch gegen die Mittelfranken konnten die Waldkraiburger im Laufe dieser Spielzeit beide Spiele gewinnen: Anfang November siegten die Industriestädter gegen die Mannschaft der 80er auf eigenem Eis mit 5:0, das Rückspiel entschieden sie ebenfalls mit 5:2 für sich. Ob der Trainer der Nürnberger Sergej Hatkevitch, im Meisterjahr der Löwen 2008 mit 45 Punkte in 33 Spielen eine wichtige Stütze im Angriff des EHC, in der Abstiegszwischenrunde wieder als Spieler auflaufen wird, muss sich erst noch zeigen. Im letzten Jahr, als sich der EHC 80 in den Play-downs mit drei Siegen souverän gegen Schongau den Klassenerhalt sicherte, war Hatkevitch schon als Spieler mit dabei. Gerade die dünne Personaldecke der Nürnberger, die bei Auswärtsspielen extrem deutlich wird, lässt einen aber erahnen, dass der Trainer jetzt, wo es nochmals ernst wird, den Platz an der Bande gegen einen auf dem Eis eintauschen wird. Etwas mehr Durchschlagskraft könnte dem EHC 80 auch nicht schaden, denn mit 53 Toren in 26 Spielen stellten sie in der Vorrunde den harmlosesten Angriff und mit 187 Gegentoren auch die löchrigste Defensive. Leicht haben werden es die Spieler des EHC Waldkraiburg am Freitag gegen Nürnberg aber trotzdem sicher nicht, denn der Kampfgeist der Mittelfranken war schon immer eine ihrer größten Stärken, mit der sie technische oder spielerische Schwächen locker aufwiegen konnten. Zudem steht, auch wenn es die Gegentorbilanz auf den ersten Blick nicht vermuten ließe, mit Philipp Schnierstein ein hervorragender Schlussmann im Gehäuse, der auch vom Meisterschaftsanwärter EHC Bayreuth umworben wird und dessen Transfer im Winter geplatzt war, weil man ihn nur ungern ziehen lassen wollte.

Ziehen lassen müssen die Löwen auch einen ihrer Spieler: Martin Führmann, mit 15 Toren und 23 Vorlagen in 27 Spielen Topscorer des EHC, hat um die Auflösung seines Vertrages gebeten. Der 30-Jährige, der noch nicht weiß, ob die aktuelle seine letzte Saison sein wird, hat sportliche Gründe für seinen Wunsch genannt, denn er möchte noch einmal in der Aufstiegsrunde auflaufen und wird wohl zum ESC Dorfen wechseln.