EHC entführt Punkt aus PeißenbergEHC Waldkraiburg

EHC entführt Punkt aus PeißenbergEHC entführt Punkt aus Peißenberg
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„Das war ein wirklich sehr schweres Spiel, aber wir haben es selber verspielt“ ärgerte sich Petr Vorisek im Anschluss an die Begegnung mit den Eishacklern; in der ersten Saisonniederlage nach vier Siegen sah er aber auch etwas Gutes: „So bleiben die Jungs auf dem Boden- einige haben spätestens jetzt gemerkt, dass es in der Bayernliga nicht einfach ist, zu gewinnen!“ Die Partie hielt von Beginn an das, was man sich von ihr versprochen hatte: Zwei starke Teams, die sich nichts zu schenken hatten, gute Spielzüge, viele Chancen und ja, die üblichen Schiedsrichter waren auch anwesend. Peißenberg überstand zunächst vier Unterzahlspiele, in denen die Löwen TSV-Keeper Felix Barth mehr warm schossen, als bei ihm einzuschießen. Sebastian Buchwieser machte es dagegen besser und traf dann zum 1:0 für die Gastgeber (14:28). Die Löwen hielten dagegen, sahen ihre Schüsse aber immer wieder von Barth pariert. Kurz vor der Pause klappte es dann aber doch, und Max Kaltenhauser erzielte in Überzahl den Ausgleich (18:05).

Das mittlere Drittel sollte tor- und ereignisreicher werden: Zunächst war Martin Führmann da und brachte seine Farben wieder mit 2:1 in Führung (24:26), gut fünf Minuten später erzielte Verteidiger Andreas Paderhuber mit seinem zweiten Saisontor das 3:1 für die Industriestädter (29:56). Zwei Tore Vorsprung nach einer halben Stunde- die mitgereisten Fans durften hoffen, trauen wollten sie dem Spielstand aber noch nicht wirklich. Daran taten sich auch gut, denn nicht einmal 60 Sekunden waren nach Paderhubers Treffer vergangen, da stand es bereits wieder 3:3-Unentschieden. Zwei böse Aussetzer in der gesamten Löwen-Truppe, die zuletzt so souverän verteidigt hatte, ließen Martin Hinterstocker (30:27) und Florian Barth (30:51) zu Torschützen werden. „Die zwei schnellen Gegentore waren Wahnsinn und sehr ärgerlich- aber da muss ich auch Peißenberg ein Kompliment machen, denn damit haben sie ihren guten Charakter gezeigt“ resümierte Löwen-Coach Vorisek im Anschluss.

Noch vor der zweiten Drittelpause brachte Alex Piskunov den EHC abermals in Führung (35:45), das Schlussdrittel sollte aber noch weitere Überraschungen für die Industriestädter parat haben. Es begann mit dem Ausgleich durch Martin Andrä nach knapp 43 Minuten, gefolgt von einem Penalty für die Gastgeber 31 Sekunden später, den EHC-Keeper Patrick Vetter an den Pfosten lenken konnte und fand seine Fortsetzung in einer 10-Minuten-Strafe für Waldkraiburgs Stürmer Max Kaltenhauser. Es ging turbulent zu, in der Eissporthalle am Pestalozziweg und der EHC kassierte noch ein paar weitere Strafzeiten, doch die Löwen kämpften wacker, hielten dagegen und brachten das Unentschieden über die Zeit. Die klassische Punkteteilung also, der Träger des Zusatzpunktes sollte im Penalty-Schießen ermittelt werden. „Hier hatte Peißenberg dann mehr Glück, und Patrick im Tor gleichzeitig keinen guten Tag- aber gut, das kann passieren. Ein Punkt auswärts ist in Ordnung, die Heimspiele müssen wir aber unbedingt immer gewinnen“, so Vorisek zum Penaltyschießen, das Martin Hinterstocker für die Gastgeber schließlich entscheiden konnte.