ECDC feiert größten Erfolg der VereinsgeschichteECDC Memmingen

ECDC feiert größten Erfolg der VereinsgeschichteECDC feiert größten Erfolg der Vereinsgeschichte
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Zwei Spieltage vor Ende der Meisterrunde ist den Rot-Weißen der zweite Platz in ihrer Gruppe nicht mehr zu nehmen. Nach dem vorentscheidenden 4:2-Erfolg am Freitag über Verfolger Dorfen reichten den Indians am Sonntagabend ein Punkt bei den Höchstadt Alligators – und der wurde beim 5:6 nach Penaltyschießen geholt.

Weil ebenfalls am Sonntag der ESC Dorfen sein Heimspiel gegen Bayreuth mit 2:3 verlor, wären die Memminger unabhängig vom Spielausgang in Höchstadt qualifiziert gewesen. In den Halbfinals kommt es damit zum erhofften Traum-Derby gegen den ERC Sonthofen, das für beide Vereine sportlich wie finanziell ein echter Höhepunkt werden dürfte. Die Best-of-Three-Serie beginnt zunächst am 10. März in Sonthofen, ehe am 15. März um 20 Uhr das Rückspiel in der sicherlich rappelvollen Memminger Eissporthalle stattfindet. Schon in der Hauptrunde hatten über 2400 Zuschauer das Derby am Hühnerberg verfolgt, diesmal wird mit über 3000 Zuschauern aus dem ganzen Allgäu gerechnet.

Doch vor dem großen Traum stand für die Memminger am Sonntag noch die vermeintliche Pflichtaufgabe in Höchstadt auf dem Programm. Am Aischgrund agierten die Indians, die ohne die erkrankten Martin Hoffmann und Brit Ouellette angetreten waren, zu Beginn überlegen und kam zu vielen, teils hundertprozentigen Chancen. Doch mit einer der ersten gefährlichen Aktion gelang den Alligators in der 14. Minute die Führung. Keine halbe Minute später fiel der Ausgleich durch Michael Simon und beide Teams gingen mit einem Unentschieden in die Pause. Dort erreichte die Memminger die Nachricht der Dorfener Niederlage (das Spiel dort hatte früher begonnen) und fortan setzte das Indians-Trainergespann konsequent auf die jungen Nachwuchskräfte, die sonst eher weniger Eiszeit bekommen – und brachte die vierte Reihe sogar im Über- und Unterzahlspiel.

Im zweiten Abschnitt erhöhte der HEC durch zwei Tore von Michalek auf 3:1. Als keiner mehr mit einem Tor rechnete, war Andi Börner zur Stelle und markierte eine Sekunde vor Drittelende den 3:2-Anschluss.

Im letzten Drittel ging es furios zur Sache. Zuerst folgte der Ausgleich durch André Aschenbrenner, ehe Höchstadt wieder in Führung ging. Markus Kerber erzielte dann den abermaligen Ausgleich. Und so spektakulär sollte es weitergehen: Höchstadts Spielertrainer Daniel Jun brachte die Alligators wieder in Front. Der ECDC setzte nun alles auf eine Karte und nahm Alex Reichelmeir, der anstelle des ebenfalls erkrankten Martin Niemz das Tor hütete, zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Und dieser Mut sollte belohnt werden: Marc Stotz hämmerte den Puck kurz vor Schluss in die Maschen und bescherte den Memmingern den Auswärtspunkt und das Penaltyschießen. Dieses konnte das Heimteam dann für sich entscheiden, was bei den Indians aber niemand mehr störte. Das erste Halbfinale der Vereinsgeschichte war längst gesichert und die gut 70 mitgereisten Memminger Anhänger feierten ihr Team noch minutenlang.

Vor den Halbfinals finden am kommenden Wochenende noch die beiden letzten Partien der Meisterrunde statt, die die Indians nun völlig entspannt angehen können. Am Freitag reisen die Rot-Weißen zum Spitzenreiter EHC Bayreuth. Ab sofort sind zu dieser Partie unter der Telefonnummer 0160 785 62 69 und unter www.memmingen-indians.de Anmeldungen für den Fanbus möglich. Am kommenden Sonntag um 18 Uhr wollen die Indians dann beim letzten Meisterrundenspiel zu Hause am Hühnerberg gegen Moosburg zusammen mit ihren Zuschauern eine große Party feiern.


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