EAS vergibt mögliche VorentscheidungEA Schongau

EAS vergibt mögliche VorentscheidungEAS vergibt mögliche Vorentscheidung
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Schade, aber eben auch ein klares Zeichen, der jungen Truppe der Mammuts fehlt eindeutig das „Killer-Gen“, so ein Spiel gnadenlos über die Bühne zu bringen. Am Ende gewann die EA Schongau aber das erste Halbfinale in der Aufstiegsrunde zur Bayernliga gegen den ESC Haßfurt mit 7:5 (3:1, 4:1, 0:3).

Nach nur 20 Sekunden kamen die Mammuts erstmals in Überzahl und nutzen diese auch zum 1:0 in der zweiten Spielminute aus. Nach Vorarbeit von Svata Merka und Markus Schneider war es Verteidiger Fritzi Weinfurtner der den Puck erstmals über die Linie brachte.  Aber schon in der nächsten Spielminute waren die Gäste in Überzahl, doch zu unaufmerksam, Oliver Glöckner kam in Scheibenbesitz und Marius Klein vollendete zum 2:0 (5.). Eine weitere Unterzahl schadlos überstanden, ließen die Schongauer in der zehnten Minute Hassfurts Verteidiger-Routinier zu ungehindert ins Drittel fahren, so dass er seine Mitspieler in Szene setzen konnte  - nur noch 2:1 (10.). Und weite ging es für die Mammuts in Unterzahl, um kurz vor der ersten Pause auf 3:1 zu erhöhen. Vom Bully weg schloß Svata Merka 4 Sekunden vor dem Pausenpfiff ab.

Auch das Mitteldrittel begann gleich mit einer Unterzahl der Mammuts, doch das Penalty-Killing lief geschickt in den Reihen der EAS. In der 24. Minute erhöhte Oliver Glöckner nach Zuspiel von Marius Klein auf 4:1 und nur eine Minute später erhöhte Markus Schneider im Zusammenspiel mit Svata Merka und Bastian Grundner auf 5:1 (25.). Genug für Hawks Torhüter Martin Hildenbrand, der sich hier erneut ziemlich alleingelassen fühlen durfte. Zwar kamen die Gäste pralktisch im Gegenzug zum 5:2 (Franek, 26.Min), doch schon in der 28.Minute legten die Schongauer das bilderbuchmäßige 6:2 nach.  Tic-Tac-Toe wird sowas in Nordamerika genannt. Verteidiger Mario Kögler auf Dominik Ebner – weitergeleitet auf Oliver Glöckner – Tor. Auszeit Haßfurt – das bremste die EAS nur drei Minuten, dann erhöhte Bastian Grundner auf 7:2. So hätte es weiter gehen können, doch nun wurde es ruppig im Spiel. Schongau überstand ein längeres 3:5-Unterzahlspiel schadlos. Aber die vielen  Strafzeiten auf beiden Seiten nahmen den Spielfluss aus der Partie.

Im Schlussdrittel dann plötzlich der Bruch im schnellen Spiel der Mammuts, die Konsequenz der ersten beiden Abschnitte fehlte, zu viele unnötige Scheibenverluste. Hier zeigte sich die fehlende Routine im Spiel der Mammuts, so ein Spiel nun zu verwalten und den Gegner kommen zu lassen. Aber natürlich hatten die vielen Strafzeiten zuvor einiges an Kraft und Konzentration gekostet, zumal auch diesmal noch einige Akteure angeschlagen in die Partie gegangen waren. So ein Fehler nutzen die Gäste in der 46. Minute zum 7:3 (Franek) – kein Beinbruch, doch nun klappte es auch mit der Chancenverwertung nicht mehr wie in den beiden Abschnitten zuvor. Nach dem 7:4 in der 49. Minute kam Nervosität ins Spiel der EAS und auch in Überzahl wurde die Scheibe leichtfertig vergeben, davon konnte ausgerechnet Ex-EAS Kapitän Matthias Brahmer profitieren – nur noch 7:5. Es war nicht so, dass die EAS nun keine Chancen mehr hatte, die Lockerheit und der Spielwitz - und natürlich auch das Abschlußglück der ersten beiden Dritteln fehlte. Und so ging die EAS zwar mit einem verdienten Erfolg aus dem ersten Aufstiegsspiel, eine mögliche Vorentscheidung jedoch wurde klar vergeben.

Nicht ganz überzeugt hat auch der Zuschauerzuspruch – wer den Aufstieg in die Bayernliga fordert muß auch ins Stadion kommen. Zumal hier eine Mannschaft aus Großteils eigenen Nachwuchsspielern diesen Erfolg möglich gemacht hat. Denn mit so einer relativ unerfahrenen Mannschaft erst einmal in die Aufstiegsrunde zu kommen ist schon ein Erfolg. Und dieses Team hat mehr als 300 Zuschauer verdient – zumal schon der Gegner 100 mitbringt.

Tore: 1:0 (1:29) Weinfurtner (Schneider, Merka/5-4), 2:0 (4:25) Klein (Glöckner/4-5), 2:1 (9:32) Popek (Zimmermann, Berndaner), 3:1 (19:56) Merka (Glöckner), 4:1 (23:41) Glöckner (Klein), 5:1 (24:48) Schneider (Grundner, Merka), 5:2 (25:02) Franek (Dürr, Brahmer), 6:2 (27:26) Glöckner (Ebner, Kögler),  7:2 (30:14) Grundner (Ebner), 7:3 (45:36) Franek (Dürr), 7:4 (48:12) Schorr (Popek, Dürr), 7:5 (49:22) Brahmer (Dürr/4-5). Strafen: Schongau 26, Haßfurt 14. Zuschauer: 300.