EAS erwarten die verstärkte AibdogsEA Schongau

EAS erwarten die verstärkte AibdogsEAS erwarten die verstärkte Aibdogs
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Die Underdogs der Liga sind seit Wochen aufmüpfig und haben die Tabelle zusammenrücken lassen. So ist der Abstand vom Tabellenfünften Landsberg zum Drittletzten Trostberg nur mehr vier Punkte.

Weniger gut ist dagegen die Ausgangslage für die Aibdogs.  Sie stehen derzeit mit 15:31 Punkten mit bereits fünf Zählern Rückstand auf Trostberg auf Rang 14 der Tabelle. Das ist eigentlich ein Abstiegsplatz, der in den verbleibenden fünf Partien realistisch gesehen fast nur noch an die SG Oberstdorf/Sonthofen (15:27 Punkte) abgegeben werden kann, die mit zwei Spielen weniger die gleiche Punktzahl auf dem Pluskonto aufweisen können. Dass der EHC aber dennoch immer wieder für Überraschung gut ist, musste vor kurzem auch Nachbar Landsberg erfahren, die dort nach einer 2:0-Führung noch 2:5 unterlagen.

Das macht die Sache für die Mammuts aber nicht einfacher, denn Bad Aibling ist somit klar zum Siegen verdammt. Entsprechend motiviert wird das Team unter dem neuen Trainer Manuel Kofler, der den glücklosen Ludvik Kopecky inzwischen abgelöst hat (der angesehene Trainer und Ex-Profi ist zwar sicherlich schuldlos am Dilemma, dennoch so ist es nun einmal im Trainergeschäft – in der Verzweiflung werden auch gern Unschuldige geopfert).

Und noch ein Ass haben die Verantwortlichen der Aiblinger aus dem Ärmel gezogen. Mit Rainer Suchan habe sie kurz vor dem Transferende einen Hochkaräter im Sturm verpflichtet. Der Tölzer war zuletzt Topscorer in Miesbach (Bayernliga) und davor lange in der zweiten Bundesliga aktiv. Zusammen mit Andreas Schneider, einem weiteren Ex-Bundesligaspieler (Rosenheim) hat die EHC-Offensive, die mit Spielern wie etwa Dominik Bruhnke, Christoph Splitter, Christian Kornberger oder Andreas Fürmeier  vergleichsweise gut besetzt ist, noch erhöhte Durchschlagskraft. Aber die Offensive scheint bei 95 erzielten Treffern nicht das Problem zu sein – vielmehr stören die 125 erhaltenen Gegentreffer das Bild, das der EHC bisher hinterlassen hat.  Dabei kann sowohl Goalie Christian Till, als auch die Verteidiger  Michael Höck oder der Ex-Riesserseer Andreas Eickmann schon auf höherklassige Erfahrung bauen.

Was EAS-Trainer Robert Kienle jedoch mehr Sorgen bereitet als der aufgerüstete Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht, sind die eigenen Probleme. Sah es am letzten Wochenende durchaus nach einer gewissen Entwarnung auf der „Krankenstation“ aus, so ist seit dem die Anzahl der „Patienten“ wieder gestiegen. Zudem macht der Schichtdienst einiger Akteure wie so häufig einen Strich durch die eingespielten Reihen. An Herausforderungen eine schlagkräftige Mannschaft aus dem verbleibenden Spielermaterial zu basteln, fehlt es dem EAS-Coach daher nie.

Eine besondere Einlage wird den Fans der Mammuts in den Drittelpausen geboten. Lilly und Romy, die Töchter von Ex-EAS und Ex-Eishockey-Nationalspieler Andreas Loth zeigen, dass man ererbtes Eislauftalent auch grazil präsentieren kann – sie bieten Ausschnitte aus ihrem Kunstlaufprogramm.