Drei Punkte als Balsam für die Eisbären-Seele

Meisterschaftstraum der Eisbären ist ausgeträumtMeisterschaftstraum der Eisbären ist ausgeträumt
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Mit einer überzeugenden kämpferischen Leistung haben die „letzten Aufrechten“ der Eisbären Heilbronn bei den Black Hawks Bad Liebenzell drei wichtige Punkte geholt. 5:3 (1:0, 3:2, 1:1) hieß es am Ende, und die Eisbären jubelten nach dem Schlusspfiff als hätten sie gerade die Meisterschaft geholt.

Hatte man das Freitagsspiel in Bietigheim noch wegen der Nachwehen der Ereignisse in Schwenningen absagen müssen, so wurde für das Sonntags-Spiel in Bad Liebenzell alles mobilisiert, damit man diese Begegnung nicht auch noch absagen musste. So konnte Trainer Kai Sellers elf Feldspieler und zwei Torhüter aufbieten. Der Coach, aufgrund seiner Spieldauerstrafe aus Schwenningen auf die Tribüne verbannt, musste vor Beginn der Begegnung die richtigen Worte gefunden haben. Denn von Beginn an zeigten die vier Verteidiger und sieben Stürmer, dass sie den unbedingten Willen hatten die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Alexander Weiß stocherte in der siebten Minute die Scheibe zum 0:1 über die Linie. Das zweite Drittel begann dann mit einem Paukenschlag, als die Gastgeber erst zum 1:1 ausglichen und Daniel Brendle dann im Gegenzug zum 1:2 traf (22.). Nachdem Hansi Becker (26.) und Alex Weiß (29.) auf 1:4 erhöht hatten, sahen die Eisbären wie der sichere Sieger aus. Doch als Bad Liebenzell durch Treffer in der 37. und 42. Minute auf 3:4 heran kam, drohte das Spiel zu kippen. Sascha Bernhardt jedoch sorgte in der 37. Minute für den 3:5-Endstand. „Ich bin wahnsinnig stolz auf mein Team“, sagte Kai Sellers nach dem Spiel. „Wenn man bedenkt, dass Leistungsträger wie Michael Filobok, Oliver Hackert, Alexander Dexheimer, Marc Oppenländer und Felix Kollmar gefehlt haben, haben wir ein riesen Spiel abgeliefert. Jeder Einzelne hat alles gegeben und hat das Maximale aus sich heraus geholt. Die drei Punkte heute sind Balsam für unsere geschundenen Seelen.“