Doppelpack gegen Pfronten

Doppelpack gegen PfrontenDoppelpack gegen Pfronten
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Sie umweht ein Hauch von Play-downs diese beiden Derbys innerhalb von drei Tagen gegen denselben Gegner. Und um genau diese zu vermeiden, müssen die Lindauer beide Spiele gewinnen. „Sechs Punkte sind Pflicht, um im Rennen um einen der beiden ersten Plätze zu bleiben“, sagt der sportliche Leiter Bernd Wucher, wohl wissend, dass parallel Germering und Buchloe zweimal gegeneinander spielen und niemand voraussagen kann, wie die Ausgangsposition nach diesem Wochenende sein wird. „Ich traue Germering einen Heimsieg gegen Buchloe zu, dann werden die Karten neu gemischt und jeder Punkt noch existenzieller“, sagt der zweite Vorsitzende des EVL, Peter Riedmüller. Trainer Willy Bauer fordert, „das alles auszublenden. Erstens dürfen wir nur auf uns schauen, Zweitens zunächst nur auf das heutige Spiel und da ist die Devise: Jeder Gegner muss ernst genommen werden.“

Für den EVL ist die Aufgabe entgegen der allgemein herrschenden Ansicht genau deswegen alles andere als einfach. Denn die Weiß-Blauen spielen auch „gegen“ die Erwartungshaltung der Fans: Pfronten hat die Vorrunde als Tabellenletzter abgeschlossen und auch die beiden ersten Spiele der Abstiegsrunde verloren. Ein Sieg wird erwartet und der bitteschön recht deutlich. „Das sind die gefährlichsten Gedanken. Dieses Spiel wird im Kopf entschieden. Wer glaubt, die Falcons im vorbeigehen zu schlagen, wird sich wundern“, sagt Bernd Wucher. Ihre Erfahrungen haben die Lindauer in der Vorrunde gemacht, als sie nach einer 2:0 Führung im Heimspiel zurückstecken, der EVP plötzlich ausglich und die Islanders nur noch knapp gewannen. Die Falcons warteten nur darauf, zu leicht genommen zu werden. Sie sind leidensfähig und im Überlebenskamp so gestählt, wie kein anderes Team der Liga. Schließlich haben sie sich vier Jahre lang aus Aussichtlosen Positionen gerettet. Gleichwohl ist es für die Falcons die letzte Chance, die Play-Downs zu vermeiden. „Die dürfen wir ihnen nicht geben. Wir müssen genau so starten wie gegen Buchloe. Einstellung, Tempo und Zweikampfhärte müssen mit derselben Intensität auf das Eis gebracht werden. Letztendlich liegt der Schlüssel zum Sieg nur bei uns“, sagt Bauer.

So sind die größten Aufgaben für die Islanders im Kopf zu lösen: Buchloe schnell vergessen, aber die Art und Weise des Auftretens beibehalten. Sich auf Pfronten konzentrieren und dabei den Tabellenstand des Gegners ausblenden. Manchmal wirken Aufgaben eben nur auf den ersten Blick einfach.