Dominik Hägele schwer verletzt

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Eine schwere Verletzung von Stürmer Dominik Hägele überschattete das Freitagabendspiel des ESV Pinguine Königsbrunn. Am Ende stand nach einem sehr durchwachsenen Spiel ein gerechtes 6:6 (1:1, 2:3, 3:2) gegen den TSV Erding, aber kaum einer zeigte daran wahres Interesse aufgrund der Ereignisse um den jungen Angreifer. Dieser brach sich in der 49. Spielminute bei einem folgerichtig mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe bestraften Foul von Robert Steinmann das Handgelenk und wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht. Damit dürfte Hägele im schlimmsten Fall bis Ende der Saison ausfallen.

Das Spiel an sich war nach der Gala gegen Passau eher Eishockeymagerkost. Erding begann mit einer Defensivtaktik und die Pinguine hatten sichtlich Schwierigkeiten, annähernd in das Spiel zu finden. Somit entstand eine Partie ohne große Unterbrechungen, aber auch ohne wirkliche Torszenen und nur einer Strafzeit im ersten Drittel. Überraschend ging der ESV in der 15. Minute in Führung, als Torjäger Robert Franc zum achten Mal in der noch jungen Saison traf. Doch nur 72 Sekunden später war ebenso zufällig der Erdinger Ausgleich zu bewundern.

Im zweiten Abschnitt wurde das Aufeinandertreffen der letztjährigen Play-off-Rivalen teilweise auf ganz schwachem Niveau geführt. Die Gäste hielten sich weiterhin an die Marschrute und die Königsbrunner fanden einfach nicht zu ihrer Normalform. In der 26. erzielte der TSV die erstmalige Führung in Überzahl. Zwar konnten die Pinguine auf 2:2 in Unterzahl durch Andreas Schwimmbeck ausgleichen, doch nur sechs Sekunden später ging Erding wieder in Führung. Knapp eine Minute später gelang den nun optisch überlegenen Gästen gegen zerfahren agierende Pinguine gar das 2:4. Doch mit der Schlusssirene erzielte Michael Polaczek das wichtige 3:4.

Dies wirkte auch in die letzten 20 Minuten nach, denn nach knapp zwei Minuten versenkte Roland Hanemann die Scheibe zum Ausgleich. Aber Erding schlug erneut zurück und ging zum vierten Mal in Führung. Auf einmal schien ein Ruck durch die Teams zu gehen, aber in negativer Sicht, denn die Partie wurde ruppiger, so dass sich bis zu fünf Spieler des TSV zeitgleich auf der Strafbank wieder fanden. Doch die Pinguine konnten lange Zeit kein Kapital aus den Überzahlspielen finden. In der 54. Minute packte Davide Conti die Brechstange aus und traf mit einem Distanzschuss zum wiederholten Ausgleich. Es sollte noch besser kommen, denn Roland Hanemann traf in der 58. Minute zum nicht mehr für möglich gehaltenen 6:5. Aber es passte zur Spielgeschichte, dass Erding nur 40 Sekunden später noch einmal vor das Tor von Clemens Heringer kamen und den 6:6-Ausgleich erzielten.

Tore: 1:0 (15.) Franc, 1:1 (16.) Jirik, 1:2 (26.) Borrmann, 2:2 (34.) Schwimmbeck, 2:3 (35.) Krzizok, 2:4 (36.) Jirik, 3:4 (40.) Polaczek, 4:4 (42.) Hanemann, 4:5 (44.) Gambs, 5:5 (54.) Conti, 6:5 (58.) Hanemann, 6:6 (59.) Krzizok. Strafen: Königsbrunn 14, Erding 18 + 10 (Seyller) + 5 + Spieldauer (Steinmann).