Die Pirates hat’s erwischt

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Jetzt hat es die Buchloer Pirates auch in der Aufstiegsrunde erwischt: Mit dem 1:6 (0:1, 0:4, 1:1) beim ESC Haßfurt bezogen sie eine empfindliche, in dieser Höhe völlig unerwartete Niederlage. „Bei uns waren heute einige Leistungsträger nicht so stark wie gewohnt, aber man muss der Mannschaft auch mal ein schlechteres Spiel zugestehen“, sagte Buchloes Trainer Norbert Zabel nach der Partie vor 250 Zuschauern.

Die Vorzeichen standen für die Buchloer von Anfang an schlecht, denn Florian Bernhart und Peter Vrbas mussten verletzungsbedingt kurzfristig absagen. Im Startdrittel hatten die Pirates zwar noch mehr vom Spiel, verstanden es aber nicht, daraus Kapital zu schlagen. Daher blieb das 1:0 der Haßfurter „Hawks“, das der aus Garmisch stammende Verteidiger Thomas Berndaner in der sechsten Minute erzielte, der einzige Treffer im ersten Abschnitt. Wegen einer Flut an Strafzeiten standen die Gäste von der 15. bis zur 28. Minute quasi permanent dezimiert auf dem Eis, was den Gastgebern die Möglichkeit eröffnete, ihr gefürchtetes Angriffsspiel aufzuziehen.

Im Mitteldrittel erlebten die Pirates die schwärzesten Minuten der bisherigen Saison: Mit zwei Toren innerhalb einer Minute zogen die Haßfurter auf 3:0 davon. Bei fünf gegen vier Feldspielern traf erst der Tscheche David Franek (22.), Daniel Rappl gelang dann das dritte Tor für die Unterfranken (23.). Gerade als die Haßfurter das 3:0 schossen, verpasste Martin Bonenberger dem „Hawk“-Spieler und Trainsersohn Lubos Thür junior einen Stockschlag. Für das Foul bekam Bonenberger eine Fünf- plus Spieldauerstrafe, denn Thür schied danach mit Verletzung aus. Bei der folgenden Unterzahl erhöhten die Gastgeber auf 4:0 (Franek, 24.). „In dieser Phase haben wir viel zu undiszipliniert gespielt“, kommentierte Zabel anschließend.

Im Mitteldrittel beruhigte sich das Geschehen wieder etwas. Die Gastgeber konnten mit dem Vier-Tore-Vorsprung beruhigt aufspielen, während bei den Buchloern die letzte Entschlossenheit fehlte. Was die Pirates aufs Tor brachten, war beim enorm starken Haßfurter Goalie Fabian Sprenger in besten Händen. Als Berndaner fünf Minuten vor Drittelende gar auf 5:0 stellte, war das Spiel praktisch schon gelaufen. In der 50. Minute konnte Bastian Simmler mit einem Schuss aus kurzer Distanz in den Torwinkel zwar auf 1:5 verkürzen, zu mehr reichte es diesmal aber nicht gegen souverän agierende Haßfurter, für die Patrick Beck dann noch den Schlusspunkt zum 6:1 (55.) setzte. „Immerhin haben wir bis zum Schluss gekämpft und alles versucht. Wir haken das Spiel ab und konzentrieren uns auf die nächste Aufgabe“, sagte Zabel. Nachdem sich die Konkurrenten EHC Bayreuth und EV Dingolfing gleichzeitig 1:1 unentschieden getrennt hatten, blieben die Pirates trotz der Niederlage zumindest bis gestern Abend an der Tabellenspitze.