Die Luft wird für den ESV Buchloe immer dünner

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Beinahe 400 Zuschauer sahen einen durchaus verdienten Sieg der Wanderers in einer kampfbetonten Auseinandersetzung. Mit dem 5:3 (1:0, 3:3, 1:0)-Auswärtssieg setzen sich die Münchner Vorstädter an der Tabellenspitze fest. Gästetrainer Brian Ashton hatte ein spannendes Spiel mit einer gut funktionierenden Germeringer Defensivabteilung gesehen. „Man hat meiner Mannschaft angemerkt, dass sie die Punkte unbedingt wollte. Ich kann ihr nur ein großes Lob für diesen Kraftakt aussprechen“, waren anerkennende Worte des Germeringer Übungsleiters in Richtung seines Teams. Dagegen stellte Piratencoach Norbert Zabel fest: „ Die aktuelle Gesamtsituation ist bei uns alles andere als gut. Viele meiner Akteure sind angeschlagen und spielen trotz Schmerzen. Die medizinische Abteilung muss Schwerstarbeit leisten, damit sich vor allem die Leistungsträger in den Dienst der Mannschaft stellen können. Dazu kommt, dass einige Spieler, speziell in der Verteidigung, die Nerven verlieren, Fehler machen und so den gegnerischen Angreifern den Abschluss erleichtern.

Die Anfangsphase begann recht flott. In der 6. Minute bot sich Thomas Fortney die Chance die Pirates in Führung zu bringen, scheiterte aber an Christoph Schedlbauer im Germeringer Tor mit einem Penalty. Der Amerikaner hatte auch die nächste gute Möglichkeit, als Schedlbauer einen Ausflug unternahm, jedoch Fortney nicht schnell genug zum Schuss auf das verwaiste Gehäuse kam. Im weiteren Verlauf agierten die Gäste sehr diszipliniert. Mit einer konsequenten Abwehrleistung um den „Abräumer“ Alex Schuster und viel Präsenz am Mann ließen sie kaum etwas zu. Aus dieser kompakten Defensive kamen die Wanderers mit schnell vorgetragenen Kontern des Öfteren vor das von Fritz Hessel gehütete Piratentor. Wenn der Germeringer Angriffszug um Schury, Lacasse und Engel Fahrt aufnahm, herrschte Alarmstufe Rot in der Buchloer Verteidigungszone. Der überragende Akteur auf dem Eis, Daniel Schury war dann in Überzahl auch der Vorbereiter zur Gästeführung. Sein Zuspiel hämmerte Nathan Lacasse zum 0:1 (18.) in die Maschen.

Im Mittelabschnitt machten die Pirates mehr Druck. Ein Geniestreich von Thorsten Rau, mit einem maßgenauen Zuspiel auf Markus Vaitl brachte das 1:1 (24.). Es war die stärkste Buchloer Phase der Begegnung. Sekunden später hätte Peter Westerkamp nachlegen können. Seinen Alleingang rettete Schedlbauer in höchster Not. Kurz darauf wurde der Germeringer Daniel Rossi nach einem Stockschlag in die Kniekehle von Thomas Fortney mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe belegt. Das daraus resultierende Powerplay brachte die erstmalige 2:1 (27.) Piratesführung durch Thorsten Rau. Hinter dem Tor stehend schoss er Schedlbauer an, von dessen Schoner die Scheibe hinter die Linie rutschte. Doch Sicherheit sollte das dem Buchloer Spiel nicht geben. Das Zweikampfverhalten wurde seitens der Gastgeber wiederholt sträflich vernachlässigt. Hinzu kam ein Wechselfehler, der Daniel Schury Freiräume verschaffte, die man einem Bundesliga erfahrenem Ex-Profi besser nicht lässt. Der Mann des Tages ließ sich auch nicht lange bitten. Innerhalb von drei Minuten drehte er das Match zugunsten seiner Farben zum 2:3 (30., 33.) Zwischenstand. Hoffnung für die Freibeuter kam nochmals durch Tobias Kastenmeier auf, der einen Abpraller zum 3:3 einnetzte, doch kurz vor der zweiten Pausensirene nutzte Nathan Lacasse eine weitere Unachtsamkeit der ESV Abwehr. Auch der ansonsten solide Piratenkeeper Fritz Hessel machte beim 3:4 keine gute Figur. Im letzten Durchgang hatte Buchloe zwar ein optisches Übergewicht, die Germeringer verteidigten jedoch aufopferungsvoll mit Mann und Maus. Und die Gäste hatten ja noch den Spieler, den die Pirates nie in den Griff bekamen. Daniel Schury erlöste den zahlreichen Germeringer Anhang bei einem der wenigen Konter im Schlußabschnitt. Ein schöner Schuss unter die Latte besiegelte die bittere 3:5 Niederlage des ESV Buchloe, nach einem spannenden und kampfbetonten Spiel.