Die große Fortney-Show

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Der Beutezug der Buchloer Pirates ist nicht zu stoppen: Selbst beim amtierenden Vizemeister TSV Peißenberg holten Kapitän Kozacka und Kameraden drei Punkte. Im Stil einer Klassemannschaft gewannen die Buchloer mit 6:4 (0:0, 4:1, 2:3). Vor allem der Auftritt von Thomas Fortney war allein schon das Eintrittsgeld wert. Rund 600 Zuschauer sahen am Freitag in der früheren Bergwerksstadt die große Show des kleinen Amerikaners.

Das Startdrittel gehörte jedoch vollends den heimischen Eishacklern. Die Pirates hatten sichtlich Mühe mit dem enormen Tempo, das die Oberbayern vorlegten. Eine ganze Serie an Strafzeiten war die Folge. Pirates-Keeper Florian Warkus war jedoch hellwach und verhinderte einen Rückstand. Kurz vor der Pausensirene schickten die Schiedsrichter mit Sven Curmann und Tobias Kastenmeier gleich zwei Buchloer auf einmal auf die Sünderbank.

Nach Wiederbeginn im zweiten Spieldrittel setzten sich die Peißenberger mit zwei Mann Überzahl gerade im Buchloer Abwehrdrittel fest, da unterlief ihnen ein Fehlpass. Thomas Fortney fing den Puck ab und war dann mit seinem Turbo-Antritt nicht mehr zu stoppen. Er überwand auch TSV-Torwart Felix Barth mit einem präzisen Schuss zum 1:0 – und das bei Drei gegen Fünf (22.).

27. Minute: Wieder spielten die Buchloer zu dritt und wieder konterten sie die Peißenberger klassisch aus. Erst hatte es noch lichterloh vor Warkus gebrannt, da kam der Puck zu Fortney just in dem Moment, als Oliver Braun von der Strafbank aufs Eis zurückkam. Flugs lancierte der US-Stürmer seinen Teamkameraden und auch der traf allein vor Barth zum 2:0. Zwei Minuten später durften es zur Abwechslung mal die Buchloer in Überzahl versuchen und erneut war der Mann aus Missouri entscheidende Akteur: Geschickt erkannte er eine Lücke, mogelte sich vors Tor, wo er Barth locker umspielte, und schon stand es 3:0. Doch damit noch nicht genug: Einen blitzgescheiten Bandenpass von Peter Westerkamp leitete Fortney zu Curmann weiter und dessen fulminanter Schuss von der Blauen Linie landete zum 4:0 in den Maschen (32.).

Peißenberg wirkte konsterniert und brauchte eine Auszeit, um sich wieder zu sammeln. Zunächst wäre dem Buchloer Spielrausch aber beinahe das 5:0 entsprungen: Verteidiger Christopher Lerchner war durchgebrochen, scheiterte aber allein vor Barth (35.). Gegen Ende des zweiten Abschnitts kamen die Eishackler wieder vermehrt zu Chancen. Nach einem Abwehrfehler gelang Andreas Pfleger das 1:4 (39.), mit dem die Peißenberger wieder Morgenluft witterten.

Ganze elf Sekunden nach dem Eröffnungsbully fürs letzte Spieldrittel folgte jedoch die kalte Dusche für die Eishackler: Einen lehrbuchreifen Angriff der ersten Sturmreihe schloss Martin Kohlhund mit dem 5:1 für Buchloe ab. In der 47. Minute schaffte Sebastian Kastner von der Blauen Linie den zweiten Treffer der Peißenberger und acht Minuten vor dem Ende traf Daniel Lenz ebenfalls von der Blauen Linie mit einem verdeckten Schlenzer zum 3:5. Nun hatten die Buchloer noch einige bange Minuten zu überstehen, bis sie Fortney in der 58. Minute mit dem entscheidenden 6:3 erlöste. Ähnlich seinem ersten Treffer machte sich der Top-Torjäger allein auf und davon und verwandelte sicher. Das 4:6 (Kastner, 59.) tat daraufhin der Jubelstimmung unter den rund 100 Buchloer Fans keinen Abbruch mehr: Nach dem Spiel feierten sie frenetisch den tollen Sieg ihrer Pirates.