Die Eisbären streben in Stuttgart das Finale an

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Nach der 2:3-Niederlage am letzten Sonntag auf Heilbronner Eis könnten die Voraussetzungen zwar besser sein, doch wird auch im Rückspiel in der „Eiswelt“ auf der Stuttgarter Waldau die Tagesform entscheiden. „Vor dem Hinspiel hatte ich noch kritisiert, dass in den Play-offs nicht Sieg oder Niederlage entscheiden, sondern letztendlich nur die geschossenen Tore. Nach dem 2:3 bin ich nun froh darüber, denn jetzt haben wir noch alle Chancen auf ein Weiterkommen“, blickt Eisbären-Coach Kai Sellers dem fünften Derby gegen Stuttgart in der laufenden Saison entgegen.

Und tatsächlich – eigentlich könnten die Stuttgarter Zeitnehmer die Anzeigetafel gleich zu Beginn auf den Spielstand 3:2 stellen, um den Fans später das Rechnen zu ersparen. Denn liegen die Eisbären zum Ende der regulären Spielzeit mit einem Tor in Front, steht es in der Addition beider Spiele unentschieden und es gibt eine zehnminütige Verlängerung. Dort entscheidet das erste Tor über den Einzug ins das Finale. Fällt während der zehn Minuten kein Tor, geht es weiter ins Penaltyschießen.

Bis es aber so weit kommt, müssen die Eisbären 60 Minuten lang höchst konzentriert und in Topform Eishockey spielen, um die mannschaftlich kompakten Landeshauptstädter ernsthaft gefährden zu können. Während Rebels-Coach Pavol Jancovic personell aus dem Vollen schöpfen kann, ist Sellers zum Improvisieren gezwungen. Mit Hansi Becker, Alex Dexheimer, Marc Oppenländer und Alex Keterling fehlen gleich vier Stammkräfte.

Die Eisbären spendieren ihren Fans als Dankeschön für die Unterstützung während der Saison für dieses „Spiel der Spiele“ eine kostenlose Fahrt im Fanbus nach Stuttgart – ein Angebot, das reißenden Absatz fand. Nach nicht einmal 30 Stunden waren alle Sitze im Bus vergriffen.