Derbyfluch: Zum Auftakt nur ein Heimpunkt

Sekera beim Auftakt gesperrtSekera beim Auftakt gesperrt
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Es bleibt dabei. Der VER Selb tut sich im Derby gegen den EHC Bayreuth schwer. Die Wölfe unterlagen zum Auftakt der Zwischenrunde in der Bayernliga mit 3:4 (1:1, 1:2, 1:0, 0:1) nach Penaltyschießen. Vergleichsweise gemütlich ging es diesmal auf den Rängen zur dritten Auflage des Derbys Selb gegen Bayreuth zu. Nach dem ganzen Chaos in dieser Woche wollten so „nur“ rund 3200 Zuschauer das Duell zwischen beiden Erzrivalen sehen.

Vorsichtig ging es auch in den ersten Spielminuten auf dem Eis zur Sache. Beide Mannschaften waren zunächst darauf bedacht, auf den Gegner zu lauern und sich zunächst gegenseitig anzutasten. Mit dem Ende der Strafzeit konnten die Gäste zuschlagen. Stoyan brachte die Scheibe auf die rechte Seite, von der aus Zimmermann freie Schussbahn hatte und zur Führung traf. Nun drängten die VER-Cracks und erarbeiteten sich mehr und mehr Chancen. Allen voran als man die Gelegenheit einer zahlenmäßiger Überlegenheit hatte, feuerten Schiener und Waßmiller ab, bei Torhüter Sievers war allerdings Endstation. Die Tigers handelten sich hier eine weitere Strafe ein. Fünf gegen drei – das ließen sich die Wölfe nicht nehmen. Sekera bediente Holden, der von der blauen Linie aus zum Ausgleich abzog.

Die Stimmung im Rund wurde immer besser, zumal die VER-Cracks nach überstandenem Unterzahlspiel zunehmend mehr Chancen hatten. Bei 3 gegen 5 kassierte Selb das 1:2. Doch die Gastgeber stürmten davon unbeeindruckt nach vorne. Wiederum ließ man hochkarätige Möglichkeiten kläglich aus, bis der erneute Ausgleich in der 32. Minute gelingen wollte. Einen Schuss von Schiener landete vor dem Tor, wo Thielsch am rechten Pfosten nur noch einschob. Der Jubel war nur von kurzer Dauer, denn wenig später stand es schon wieder 2:3, als bei Selb Jeschke auf der Strafbank saß und Bayreuth Müller von der Blauen einnetzte. Selb hätte weitaus mehr machen können. Zu viele Fehler im Aufbau und Passspiel ließ allerdings auch einige Mängel aufdecken, wie auch in Sachen Chancenverwertung. Besonders Lamich verpasste mehrmals.

Bei einem abgefälschten Schuss schaltete Thielsch in der 51. Minute schnell und traf ins leere Eck des Gehäuses zum 3:3. Im Penaltyschießen trafen Müller und Martindale für Bayreuth, bei den Wölfen nur Sekera.

Tore: 0:1 (9:48) Zimmermann (Stoyan, Meixner), 1:1 (12:05) Holden (Sekera, Thielsch; 5-3), 1:2 (28:30) Martindale (Zimmermann, Müller; 5-3), 2:2 (31:43) Thielsch (Schiener, Schneider), 2:3 (33:37) Müller (Martindale, Zimmermann; 5-4), 3:3 (50:33) Thielsch (Siegeris, Sekera; 5-4), 3:4 (60:00) Martindale (entscheidender Penalty). Strafen: Selb 16, Bayreuth 16 + 10 (Noob) + 5 + Spieldauer (Zimmermann). Zuschauer: 3209.