Derby gegen Dorfen am Sonntag in WaldkraiburgEHC Waldkraiburg

Derby gegen Dorfen am Sonntag in WaldkraiburgDerby gegen Dorfen am Sonntag in Waldkraiburg
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Bei den Wanderers aus Germering wurde im letzten Sommer ein großer personeller Umbruch vollzogen: Neun Spieler verließen den Verein, acht neue Akteure konnten verpflichtet werden. In der Wintertransferperiode, die noch bis zum 15. Januar läuft, kam mit Christian Czaika von Westregionalligist Neuwied ein weiterer neuer Stürmer, außerdem konnte man Angreifer Oliver Wälde reaktivieren, der seine Schlittschuhe eigentlich schon an den Nagel hängen wollte. Die aktuelle  Spielzeit verlief aber nicht wirklich so, wie man sich das auf Seiten der Germeringer Verantwortlichen vorgestellt hatte. Nach vier Niederlagen am Stück konnten die Wanderers gegen Nürnberg den ersten Sieg feiern, dann folgten wieder fünf Pleiten in Folge, unter anderem das 3:4 nach Penalty-Schießen gegen die Löwen. Am letzten Wochenende unterlag die Mannschaft von Brian Ashton mit 1:3 beim TEV Miesbach, zuvor setzte man mit dem 6:3-Sieg gegen Dorfen aber ein sportliches Ausrufezeichen, welches die sechs Niederlagen am Stück, in den Partien davor, etwas vergessen machte. Mit 13 Punkten aus 22 Spielen liegen die Münchner auf dem 13.Tabellenplatz, vor dem EHC 80 Nürnberg und den aus der Wertung genommenen Pinguinen vom ESV Königsbrunn. Auffällig an den Ergebnissen der Germeringer ist jedoch, dass sie so gut wie nie wirklich unter die Räder kamen, selbst gegen die starken Teams der Liga hielt man die Niederlage immer ziemlich knapp. Das allein sollte dem EHC, der sich im Germeringer Polariom noch nie leicht tat, eine Warnung sein.

Warnungen und Motivation sollten die Löwen für die Partie am Sonntag nicht wirklich brauchen, denn das Landkreisderby gegen Dorfen ist schon allein für die Fans das größte Highlight der Saison. Und auch die Spieler sollten wissen, dass ein positiv verlaufendes  Derby gegen die Eispiraten für vieles, was in dieser Spielzeit nicht rund lief, entschädigen kann. Leicht wird diese Partie für die Mannschaft von Petr Vorisek, der beim 1:2 nach Penaltyschießen in Dorfen Mitte November seinen Einstand als EHC-Coach gab, aber nicht, denn die Eispiraten befinden sich in diesem Jahr im Fahrtwasser Richtung Aufstiegsrunde. Zuletzt unterlag man auf eigenem Eis dem EHC Bayreuth zwar knapp mit 3:4 und auch in den zehn Partien zuvor, hatte man mit vier Siegen (gegen Memmingen, Höchstadt, Nürnberg, Miesbach) und sechs Niederlagen eine negative Bilanz- doch gerade zu Saisonbeginn hat sich die Mannschaft von John Samanski mit sieben Siegen aus den ersten zehn Partien eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Spielzeit gelegt. Maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Saison der Eispiraten hat der Waldkraiburger Daniel Hämmerle, der im Sommer beim ESC anheuerte: Mit 17 Toren und 20 Vorlagen in 23 Spielen ist der 30-Jährige Topscorer der Dorfener und liegt damit sogar noch vor dem kanadischen Kontingentspieler Chad Anderson (33 Punkte in 21 Spielen). Gelöst haben die Dorfener das Ticket für die Aufstiegszwischenrunde aber noch nicht, denn mit dem EV Lindau lauert noch ein weiterer Klub, der die achtplatzierten Dorfener noch abfangen könnte, aber auch auf einen Ausrutscher des Neunten Miesbach, oder Zehnten Höchstadt hofft. Spannung ist für das Landkreisderby am Sonntag also in jedem Fall garantiert und mit der nötigen Unterstützung von den Rängen können die Löwen im letzten Vorrundenheimspiel der Saison nochmals für Spannung in der Liga sorgen.

Der EHC muss sich inzwischen auf die Abstiegszwischenrunde einstellen- sicher dabei sind dort Germering und Nürnberg, der vierte Teilnehmer wird in den letzten drei Spieltagen der Saison noch ermittelt. Über den Modus herrscht allerdings noch Unklarheit: Durch den Rückzug von Königsbrunn hat der Bayerische Eissportverband angedacht, die vier Teams in einer Doppelrunde, mit pro Team zwei Hin- und zwei Rückspielen antreten zu lassen, das heißt jedes Team hätte garantiert nochmals sechs Heim- und sechs Auswärtsspiele. Dagegen regte sich nun aber der Widerstand, da die Auswärtsfahrten und Materialkosten durch die zusätzlichen Heimspiele nicht gedeckt werden könnten. Eine Entscheidung darüber steht noch aus.