Der Knoten ist geplatzt – EHC schlägt Lindau deutlichEHC Waldkraiburg

Der Knoten ist geplatzt – EHC schlägt Lindau deutlichDer Knoten ist geplatzt – EHC schlägt Lindau deutlich
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Direkt am Spieltag hatten die Löwen auf ihrer Homepage die Trennung von Stürmer Nikolai Varianov bekannt gegeben, weil er die in ihn gesetzten Erwartungen laut Meinung der sportlichen Leitung nicht erfüllen konnte. Eine Entscheidung, die einige Fans nicht nachvollziehen konnten und wollten und eine Meldung die Unruhepotenzial in sich barg. Doch davon war im Spiel des EHC zu Beginn nicht viel zu merken, denn bereits nach 83 Sekunden gingen die Hausherren in Führung. Die Abwehr der Gäste hatte Martin Führmann vor dem Lindauer Tor schmerzlich allein gelassen und musste dies teuer bezahlen (01:23). Keine sieben Minuten später war Keeper Waldemar Quapp erneut geschlagen, das zweite Gegentor ging jedoch klar auf die Kappe des Schlussmanns, der sich gut sechs Meter aus seinem Tor bewegt hatte und nach einem angedeuteten Schuss zu Boden. Martin Führmann konnte sich aussuchen, wo er einnetzen wollte (08:03). Gute sechs Minuten später schlug der EHC erneut zu: Jan Loboda kam aus dem Hinterraum und zog kurz nach der blauen Linie ab- 3:0 für die Löwen (14:43). Der EHC marschierte gut, kombinierte flüssig und kam immer wieder gefährlich vors Tor des EVL. So war es nicht verwunderlich, dass er erneut einnetzen konnte- erneut war es Jan Loboda, dessen abgefälschter Schuss den Weg ins Tor fand (18:22).

Lindaus Coach Pavel Mojtek reagierte in der Pause und wechselte Michael Gundlach für den glücklosen Waldemar Quapp ein. Der hätte sich auch fast geschlagen geben müssen, doch Alex Piskunov traf nur den Pfosten. Nach 25 Minuten wurde es hektisch. Timo Krohnfoth verpasste Fritz Geuder einen bösen Bandecheck; Geuder blieb mit einem Cut an der Unterlippe und einem Zahn weniger zunächst reglos am Boden liegen und musste anschließend vom Eis gebracht werden. Krohnfoth dagegen durfte auch gehen- zum duschen. Anschließend agierte der EHC fünf Minuten in Überzahl, schlug daraus aber kein Kapital gegen die nun hart verteidigenden „Islanders“. In personeller Gleichzahl waren die Hausherren dann aber wieder konzentrierter und erfolgreich: Thomas Rott fuhr einen schönen Alleingang und sah Florian Barth- das 5:0 für die Löwen (31:49).

Das Schlussdrittel begann mit der Großchance von Mike Dolezal, doch Keeper Fabian Birk, der einen absoluten Sahnetag erwischte, vereilte sie wie auch alle vorherigen Gelegenheiten der Gäste. Nach fünf Minuten im Schlussdrittel wurde es erneut hektisch. Mike Dolezal musste auf die Strafbank, ebenso Zdenek Cech für einen unnötigen hohen Stock gegen Martin Führmann. Der Sohn der Waldkraiburger Eishockeylegende hatte noch gar nicht Platz genommen, da wurde erneut gepfiffen und mit Markus Schweinberger wurde der nächste Lindauer vorzeitig zum duschen geschickt. Der EHC hatte nun knapp drei Minuten lang zwei Mann mehr auf dem Eis, konnte erneut aber kein Kapital daraus schlagen. Stattdessen traf überraschend Lindaus Mike Dolezal- seinen harten Schuss konnte Birk nicht festhalten (50:06). Die anschließenden zehn Minuten spielten die Löwen dann clever runter, besonders aufgrund der harten Gangart der Gäste stand nun mehr im Vordergrund, keine weiteren Verletzungen oder unnötigen großen Strafen durch Provokationen zu kassieren.

Tore: 1:0 (1:23) Führmann M. (Birk Ch., Richter P.), 2:0 (8:03) Führmann M. (Birk Ch., Richter P.), 3:0 (14:43) Loboda J. (Piskunov S., Geuder F.), 4:0 (18:22) Loboda J. (Richter P., Führmann M.), 5:0 (31:49) Barth F. (Rott Th., Birk Ch.), 5:1 (50:06) Dolezal M. (Sekula L., Masak M.). Strafen: Waldkraiburg 6, Lindau 32 + Spieldauer (Krohnfoth T.) + Spieldauer (Schweinberger M.). Zuschauer: 265.