Den Negativtrend stoppenESV Buchloe

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Die Amateur-Eishockeyspieler aus der Frankenmetropole sind dann am Sonntag zu Gast in der Buchloer Eishalle. Ab 17 Uhr treffen die Piraten auf den EHC 80 Nürnberg. Für Trainer Bohdan Kozacka geht es darum, gegen die Franken den Abwärtstrend zu stoppen und – nicht so wie zuletzt gegen oberbayerische und Allgäuer Teams – Punkte einzufahren.

Im Trikot der Alligators des Höchstadter EC laufen wie gewohnt viele in Tschechien geborene Spieler auf: Daniel Jun ist Kontingentspieler und zugleich bester Scorer (8 Tore, 18 Assists). Zudem gehen die deutsch-tschechischen Stürmer Jan Michalek, Ales Stribny und Petr Gulda für die Alligators auf Torejagd. Zur Erinnerung: Vor anderthalb Jahren hatten die Piraten die Alligators in nervenaufreibenden Abstiegs-Playdowns in die Landesliga geschickt. Die Franken zeigten aber relativ schnell, dass der Abstieg nur eine Art „Betriebsunfall“ war. Postwendend gelang der Aufstieg und mittlerweile haben sie sich in die obere Bayernliga-Tabellenhälfte vor gearbeitet.

Beim Höchstadter EC ist der Trend genau gegenläufig wie beim ESV Buchloe: Von den letzten fünf Spielen wurden drei gewonnen. Dagegen gingen die Buchloer nur einmal als Sieger vom Eis. In der Tabelle sind die Höchstadter als Sechster bereits am ESVB (Neunter) vorbeigezogen. Die letzten drei Auswärtspartien haben die Piraten alle verloren. Diesen Negativtrend müssen sie unbedingt stoppen. Viele Hoffnungen richten sich dabei auf die Rückkehr des erkrankten Klassestürmers Peter Westerkamp, der das Training wieder aufgenommen hat und heute Abend dabei sein dürfte. Nach der derben 0:4 Klatsche in Memmingen gilt es für Trainer Bohdan Kozacka vor allem, seinen Spielern wieder Selbstvertrauen einzuimpfen und das Kombinationsspiel zu verbessern. „Bei uns ist irgendwie die Disziplin und der Teamgeist verloren gegangen. Daran will ich arbeiten“, sagte er zudem nach der Derbypleite.

Mit dem EHC 80 Nürnberg taucht am Sonntag ein Kellerkind in der Buchloer Eishalle auf, gegen das für die Freibeuter nur ein „Dreier“ zählt. Die EHC’ler belegen mit drei Zählern den vorletzten Rang. Den einzigen Sieg gab es mit 4:2 im Heimspiel gegen das nominell noch schwächere Schlusslicht Königsbrunn. Letzten Sonntag präsentierten sich die Nürnberger desolat und wurden mit 0:12 vom EV Moosburg aus der eigenen Halle geschossen. Auch gegen Bayernliga-Primus Sonthofen steht bei den 80ern eine deftige 1:14-Heimpleite zu Buche. Die höchste Auswärtsniederlage ist jedoch „nur“ ein 1:6 beim Rangzweiten Bayreuth. Auswärts scheinen die Nürnberger auf verstärkte Defensivarbeit zu setzen und so besser mithalten zu können.

Im Kader des EHC steht immer noch die 43-jährige Eishockey-Legende Martin Jiranek. Der Ex-Star der Nürnberg Ice Tigers hat aber diese Saison noch kein Spiel bestritten. Bester Torschütze ist der erst 19-jährige Kevin Altmann mit sechs Treffern. Das stark umworbene, talentierte Eigengewächs konnten die Nürnberger noch einmal in seinem Stammverein halten. Gleich zwei Kontingentspieler stehen Trainer Sergej Hatkevitch zur Verfügung: Der Este Uku Mölder und der Kanadier Tucker Braund, beides Stürmer. Zwar bestreitet der 23-jährige Nordamerikaner die Mehrzahl der Spiele. Er hat in neun Begegnungen aber erst zweimal getroffen.