Defensive des EV Lindau steht

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Nachdem Trainer Michael Rossi, der Hops aus gemeinsamen Tagen in Lustenau kennt, sich mittels persönlicher Gespräche und Videoanalyse über Pufal und Valenti informierte, gab er grünes Licht für die Verpflichtung des Trios. „Sie passen mit Ihrer Erfahrung ideal zu unseren jungen Verteidigern wie Bernhard Leiprecht, Patrick Prell oder Markus Schweinberger und ergeben einen sehr guten Defensivmix“, sagt Rossi.

Andreas Pufal geht ebenso wie Martin Valenti in sein zweites Jahr  beim EVL. Der 30-Jährige spielte eine konstant gute Saison, war nicht nur in Defensive und Offensive (mit sechs Toren und 23 Vorlagen punktbester Verteidiger und fünft bester Scorer des EVL) wertvoll. „Andi ist ein Spieler, der Verantwortung übernimmt und auch seine Nebenleute führt. Ohne ihn hätte ein Liga- Neuling wie Patrick Prell kaum eine solch solide Saison spielen können“, sagt der sportliche Leiter Bernd Wucher. „Außerdem ist er der Typ Spieler, den man lieber im eigenen, als im gegnerischen Team hat. Diese Faktoren wurden in der Öffentlichkeit viel zu wenig wahrgenommen, sind aber wichtig für jede Mannschaft.“ Der weitgereiste langjährige Zweit- und Oberligacrack ist ebenfalls überzeugt von der Station Lindau. „Verein, Stadt und auch das Publikum sind speziell. Die letzte Saison hat Spaß gemacht und als Mannschaft wollen wir die Euphorie weiter anheizen“, sagt Pufal.

Ins selbe Horn stößt Martin Valenti. Der schussgewaltige 35-Jährige stieß im Dezember zur Mannschaft, fügte sich mit seiner Erfahrung nahtlos ein und kam auf sieben Scorerpunkte (1 Tor) in 16 Spielen. „Ich habe mich hier pudelwohl gefühlt“, sagt Valenti, der in seiner Vita ebenfalls schon einige Stationen erlebte. „Hier macht es richtig Spaß, außerdem haben wir einiges vor in der kommenden Saison.“

Weitgereist – im doppelten Sinne ist auch Andreas Hops. Das Lindauer Eigengewächs, ebenfalls schon andernorts höherklassig unter Vertrag, kehrte im Frühjahr von einem neunmonatigen Auslandsaufenthalt von Bali zurück – und geht bald auf das inzwischen überdachte Eis im Eichwald. „Ich freue mich riesig darauf in der Arena zu spielen“, sagt der 35jährige, der im Sommertraining zu den fittesten Lindauer Spielern gehört. „Andi ist ein Spieler, der auch nach einem Jahr Pause keine große Anlaufzeit benötigen wird und sich dem Niveau einer höheren Liga immer wieder anpassen kann“, sagt Wucher über den Rückkehrer.

Mit dem Defensivtrio ergeben sich im Lindauer Kader nun einige Variationsmöglichkeiten. Trainer Rossi stehen nun neun Verteidiger zur Verfügung, von denen allerdings drei auch schon Stürmer gespielt haben. „Wer seinen Platz letztlich wo finden wird, werden wir im Eistraining ab dem 16. August sehen“, sagt Wucher, der weiter Augen und Ohren offen halten wird. „Wenn man sieht, wie sich die Konkurrenz personell ausstattet, weiß man, dass es eine anspruchsvolle Saison werden wird.“ Hier wollen die Islanders konkurrenzfähig bleiben, zumal wohl noch zwei oder drei Abgänge aus beruflichen und familiären Gründen von Spielern ins Haus stehen, die schon länger zum Kader gehören. „Wir sind da in Gesprächen und können angesichts der bestehenden Zusagen hier aber noch Geduld haben“, sagt Wucher, der zudem einige junge Spieler zum Probetraining eingeladen hat, da die Islanders „definitiv mit vier Blöcken und drei Torhütern in die Saison gehen werden“. Dazu wird Daniel Pfeiffer allerdings nicht gehören. Er verlässt den EVL nach nur einer Saison wieder, da er in Stuttgart seine Masterarbeit schreiben wird – womit dann wieder ein Platz im Sturm frei wäre. Es käme nicht überraschend, wenn den ein stürmischer Verteidiger übernehmen würde.