Das Wochenende nach dem „besten Wochenende“

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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Nach dem „besten Wochenende der Saison“ (Trainer Hans Rothkirch) steht für den ESV Pinguine Königsbrunn ein fränkisches Wochenende an. Am Freitag um 20 Uhr kommt der VER Selb in die Hydro-Tech-Eisarena, am Sonntag sind die Pinguine um 18.30 Uhr in Mittelfranken beim Höchstadter EC zu Gast. Für Rothkirch ist die Vorgabe klar: „Wir wollen an das erfolgreiche Wochenende anknüpfen. Dazu müssen wir in beiden Spielen wieder über alle drei Drittel sehr konzentriert und clever agieren, denn dann geben wir uns die Chance zu gewinnen.“

Deutlich schlechter als die Pinguine starteten dabei die Wölfe in die Spielzeit. Lange Zeit war man punktlos und erst ein überraschendes 7:0 gegen den aktuellen Tabellenführer aus Peißenberg leitete die Wende ein. In der Folge konnte die Mannschaft in jedem Spiel im November punkten, so dass man derzeit nur einen Platz hinter dem ESV mit drei Punkten weniger steht. „Selb hat sehr großes Potential in der Mannschaft und ist vor allem sehr gleichmäßig besetzt“ so Rothkirch. „Da gilt es auf alle drei Blöcke ein Auge zu haben.“ Es fällt schwer in diesem mittlerweile gewachsenen Team des Kanadiers Doug Kacharvich einzelne Spieler hervorzuheben, denn an der deutsch-tschechischen Grenze haben acht Spieler mehr als elf Punkte erzielt. Toptorjäger ist derzeit Peter Hendrikson mit zwölf Treffern. Dazu kommen die meisten Vorlagen von Florian Bartels. Allerdings darf man den Tschechen Martin Lamich nicht aus den Augen lassen, denn dieser kommt auf 15 Punkte in nur sieben Spielen, da er die ersten fünf Punktspiele gesperrt war. Mit Kapitän Elko Porzig und dem Deutsch-Kanadier Cory Holden verfügen die Wölfe dazu über äußerst routinierte Verteidiger.

Ganz anders stellt sich der Sonntagsgegner vor. Beim HEC hängt das Wohl der Mannschaft lediglich an einigen hervorragenden Spielern. „Höchstadt ist Erfahrung pur“, erläutert Rothkirch. „Sie sind sehr spielstark und technisch hervorragend durch die zahlreiche tschechische Ausbildung.“. An dieser Stelle ist vor allem Ex-Pinguin Michal Hlozek zu nennen, der aktuell 19 Punkte erzielt hat. Dazu kommen mit Thomas Schmidhuber, Sebastian Buchwieser, Torwart Felix Feeser zahlreiche erfahrene Spieler sowie weitere sechs Deutsch-Tschechen, die unter Leitung von Spielertrainer Martin Ekrt nach dem Verpassen der Play-offs vor einem Jahr, nun zurück in die Spitze der Liga wollen. Gebremst wurde man dabei von einem Kabinenbrand, der die gesamte Kabine der ersten Mannschaft samt Ausrüstung vernichtete. Daher absolvierten die Alligators erst zehn Spiele und fanden nach der Unterbrechung nicht hundertprozentig zurück. Bislang präsentiert man sich vor allem zu Hause in Bestform. Fünf Spiele, fünf Siege bei 34 erzielten Toren lautet hier die Bilanz. Die Pinguine sind also gewarnt, wollen aber den Vorjahreserfolg (2:1) wiederholen.