Das Spiel aus der Hand gegeben - EAS unterliegt ForstEA Schongau

Das Spiel aus der Hand gegeben  - EAS unterliegt ForstDas Spiel aus der Hand gegeben - EAS unterliegt Forst
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Denn eigentlich hatte die EA Schongau den Gegner bis zur Mitte des Spiels sicher in der Hand. Selbst in Überzahl gelang es den Gästen nicht, das Schongauer Tor wirklich in Gefahr zu bringen. Aber auf der andern Seite war es einfach zu wenig, was als Zählbares aus den Angriffen der Mammuts resultierte. Sicher, Max Bergmann ist immer noch ein großartiger Torhüter, aber der rechte Zug zum Tor fehlte im Team von Trainer Robert Kienle. Zu kompliziert, zu wenig effektiv. Dann will man das Glück zwingen und macht den Fehler, dass man die eigene Defensive öffnet und so für Konter anfällig wird.

Dann fehlt auch noch das Glück – und so wird das Tor zum 3:4 der Gäste gegeben , obwohl es eindeutig mit einem hohen Stock erzielt wurde und auf der anderen Seite fischt ein Verteidiger die Scheibe aus den Tiefen des Tors – und der Treffer wird nicht gegeben. Aber das war nicht spielentscheidend – die Schuld liegt schon im eigenen Team, in dem einige Spieler der eigenen Form vom Vorjahr gewaltig hinterherlaufen. Unterzahl wird passabel gespielt, der Aufbau ist verbesserungswürdig und die Überzahl eine einzige Katastrophe. Hier gibt es keinen Schuldigen zu suchen, da muß sich jeder an der eigenen Nase packen und fragen woran es liegt und was er selbst zur Verbesserung beitragen kann.

Zu Spiel gibt es nicht viel zu sagen. Es begann aus Sicht der Mammuts eigentlich richtig gut. Schon in der dritten Minute traf Vasily Sharapa nach einem schnellen Konter auf Zuspiel von Alexander Schönberger zum 1:0. Mehr wollte im ersten Abschnitt trotz guter Chancen aber nicht gelingen. Zu Beginn des Mittelabschnitts erhöhte Fritzi Weinfurtner mit einem mächtigen Schuß aus dem Lauf auf 2:0 (21.) – und jeder im Stadion dachte, da brennt nichts mehr an, denn spielerisch hatte die EAS deutliches Übergewicht. Doch wenn man keine Tore macht, wird man bestraft. Ein riskantes Spiel im eigenen Drittel ermöglichte den Gästen in der 32. Minute das 2:1 (Stranninger) – und nicht genug – zu offen war die EAS beim Ausgleich. Ex-EAS-Spieler Manuel Weninger fand aus dem Lauf die Lücke zum 2:2 kurz vor der Pause (40.).

Wieder begann die EAS hoffnungsvoll – in Überzahl brachte Fritzi Weinfurtner die Mammuts wieder in Front - 3:2 (41.). Doch ein langer Pass auf Routinier Robert Schmidt, der sträflich frei stand – die Gäste glichen aus – 3:3 (46.). Und damit nicht genug, das 3:4 in der 49. Minute  - das eigentlich keines war – das darf sich auch ein Schiedsrichter mal erklären lassen – egal mit welchen Teil des Schlägers der Puck getroffen wird, sobald sich die Schaufelspitze über Schulterhöhe, bzw. der Torlatte befindet ist es ein „Hoher Stock“. Wie gesagt, egal, das war nicht der Grund für die Niederlage – auch wenn es im Endeffekt der Siegestreffer war. Die Fehler müssen in den eigenen Reihen gesucht werden. Zum Beispiel, dass sich die EAS in der Folge selbst die Zeit stahl, da sich Routinier Vitus Mitterfellner zweimal hintereinander auf der Strafbank wiederfand.