Charaktertest beim Heimspiel gegen Lechbruck

EV Lindau bleibt in der LandesligaEV Lindau bleibt in der Landesliga
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Nach zwei Wochen Pause kann der EV Lindau morgen (18:15 Uhr) endlich wieder zuhause antreten. Gast im Eichwald-Stadion ist der ERC Lechbruck.

„Das Spiel wird ein Charaktertest“, sagt der sportliche Leiter des EVL, Bernd Wucher. Denn nach dem deutlichen 9:0 Hinspielsieg beim gleichen Gegner ist vor allem die Ernsthaftigkeit der Islanders gefragt. „Ich kenne das aus meiner aktiven Zeit. Nach solchen Ergebnissen neigt der eine oder andere gerne dazu, den Gegner nicht mehr ernst zu nehmen.“ Zweifellos gehen die Lindauer als haushoher Favorit ins Spiel. Gleichzeitig brauchen sie endlich mehr Wettbewerbspartien, um ihren Rhythmus zu finden.

In der Landesliga muss man darauf noch ein Jahr warten. Immerhin wurde aber zur neuen Saison eine vom EVL begrüßte Modus- Änderung beschlossen, nach der die Gruppen West und Süd zusammengelegt werden und auf dann 30 Saisonspiele zu absolvieren sind. Die bisher wenigen Partien sind nicht der einzige Grund, warum der EVL trotz guter Resultate spielerisch noch nicht auf dem (hohen) Vorjahresniveau ist. Einige Trainingseinheiten fielen dem schlechten Wetter zum Opfer. „Da ist es einfach schwer, sich spielerisch zu verbessern“, erklärt Trainer Willy Bauer. Einmal Training, einmal Spiel pro Woche – so kommt man schlecht vom Fleck. Wäre man ein Jahr weiter, würde man mit Stadiondach und neuem Modus bei den Islanders über andere Dinge sprechen. Zum Beispiel über die fehlende Geduld, die die Mannschaft derzeit plagt und sich in zu vielen Einzelaktionen verzetteln lässt, die die Qualität des Teams verwässern. „Wir müssen uns wieder besser und disziplinierter an die taktische Marschroute halten, dann werden wir unser Potential auch wieder ausschöpfen“, sagt Bauer.

Derartige Kritik klingt nach einem 9:0-Auswärtssieg ein wenig seltsam. Aber der ERC Lechbruck hat den Islanders letzte Woche 50 Minuten lang Probleme bereitet, ehe er dramatisch einbrach. Morgen wollen die „Flößer“ den Eindruck korrigieren. Und die Ansprüche bei den Islanders sind eben hoch. Beim EVL gibt es personell ein paar Umstellungen: Matthias Schwarzbart fehlt gesperrt, Eric Lofner und Martin Krügers aus beruflichen Gründen. So wird Willy Bauer sein Team anders aufstellen als in Lechbruck. „Es wird die eine oder andere Überraschung geben“, sagt Willy Bauer, der mit der Trainingswoche insgesamt zufriedener wirkte: Alle Einheiten fanden statt, sogar Samstagvormittag wurde geübt. Nur nicht auf den Lorbeeren ausruhen, heißt die Devise. Schließlich ist wieder ein Heimspiel angesagt und die Zuschauer sollen zufrieden gestellt werden.