Buchloe ringt Tabellenführer Sonthofen nieder

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Das hat es an der Rießerseestraße lange nicht mehr gegeben: Frenetischen Jubel des ESV-Anhangs nach Spielschluss und Pirates-Spieler, die aus der Kabine aufs Eis zurückkehrten, um vor dem Fanblock zu feiern. Nach den zuletzt schwachen Leistungen schaffte es Trainer Franz-Xaver Ibelherr, seine Cracks auf den Punkt genau richtig einzustellen. „Heute hat sich jeder in den Dienst der Mannschaft gestellt und wir sind dafür belohnt worden“, sagte er nach der Partie. Die Freibeuter waren mit einem Start nach Maß in das hochklassige Match gegangen: Schon die erste Hinausstellung bestrafte Christopher Lerchner mit der 1:0-Führung (4.). Bei seinem Schlenzer von der Blauen Linie ließ sich Bulls-Torwart Thomas Zellhuber von Spielern vor dem Tor irritieren.

Nachdem die Gäste diesen Dämpfer verdaut hatten, fanden sie langsam zu ihrem Spiel. Michael Grimm, der mit einem Pass nach Maßschablone vom Ex-Buchloer Markus Vaitl bedient worden war, erzielte den Ausgleich (13.). Mehr ließen die Piraten aber bis zur ersten Pause nicht zu, vor allem weil sie im Startdrittel keine einzige Strafzeit bekamen. Zu Beginn des Mittelabschnitts sprach der Hauptschiedsrichter zwei Ausschlüsse gegen Sonthofener Spieler aus, zumindest eine davon sehr umstritten, nachdem ein Puck aus dem Spielfeld geschossen wurde. Sean Muncy nutzte die doppelte Überzahl, um mit wilder Entschlossenheit im Nachschuss seine Farben wieder in Front zu bringen (24.). Dem Tor schloss sich eine wilde Keilerei an, nach der die Schiedsrichter die Zweiminutenstrafen (je acht) gerecht auf beide Seiten verteilten.

Noch in derselben Spielminute traf Georg Hessel auf Vorarbeit von Kapitän Bohdan Kozacka zum 3:1. Daraufhin erhöhte der Tabellenführer den Druck und provozierte Fouls der Buchloer. Mit fünf gegen drei Spieler gelang Verteidiger Florian Bindl der 2:3 Anschlusstreffer (27.). Nun hielten Torchancen hüben wie drüben die Fans in Atem. Der glänzend aufgelegte Buchloer Keeper Sebastian Reisinger machte dabei reihenweise Sonthofener Chancen zunichte. Wie schon beim 1:1 war er dann jedoch bei einer Koproduktion von Grimm und Vaitl machtlos: Vaitl leitete den Puck blitzschnell auf den am langen Toreck postierten Grimm weiter, der zum 3:3 einschoss (44.).

Gerade mal eine Minute später holten sich die Buchloer mit toller Moral die Führung zurück: Patrick Weigant verwertete allein vor Zellhuber zum 4:3. Als kurz danach ein Sonthofener die Strafbank aufsuchen musste, benötigte Weigants Bruder Marc gerade mal drei Sekunden, um auf 5:3 zu stellen (47.). In der Schlussphase schickte der Hauptschiedsrichter reihenweise Buchloer Verteidiger nach Gerangeln vor dem Tor auf die Strafbank. Die Piraten überstanden mit Glück und Geschick selbst eine fast zweiminütige doppelte Unterzahl.

Es entstand der Eindruck, als wollte der Unparteiische bei den zuvor vermeintlich benachteiligten Sonthofenern etwas gut machen. Jedenfalls gelang es ihm, das Strafzeitenkonto auszugleichen: Beide Teams erhielten insgesamt 22 Strafminuten plus 10 für Buchloes Patrick Weigant plus 20 Minuten Disziplinarstrafen (Björn Friedl und Marc Sill) für Sonthofen. Erst in der 58. Minute schaffte Magnus Lang dann doch noch den 4:5 Anschlusstreffer. Einen quer im Torraum liegenden Bulls-Stürmer übersah der Schiedsrichter dabei. In der Schlussminute verteidigten die Pirates ihren Vorsprung gegen sechs Feldspieler, bis der erste Sieg 2012 feststand.

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