Black Hawks nur noch einen Sieg vom Finale entfernt

Indians zu Gast bei den Black HawksIndians zu Gast bei den Black Hawks
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„Die Jungs wollen den Sieg, genau so spielen sie auch“, lobte Karl-Heinz Duschl nach dem ersten Play-off-Halbfinalerfolg der Black Hawks Passau in der Bayernliga gegen den ERV Schweinfurt. Nur in den ersten zehn Minuten war noch ein wenig Sand im Getriebe, danach ließen die Gastgeber vor knapp 1500 Zuschauern kaum Zweifel am deutlichen 5:2 (1:0, 2:1, 2:1)-Sieg gegen den Mitaufsteiger aufkommen.

Play-offs bedeutet auch auf die Zähne beißen: Dieses Motto hatten sich Freitagabend Gert Heubach und Christian Setz dick auf die Fahnen geschrieben. Nach seiner schweren Verletzung war Heubach mit der Mannschaft aufs Eis gegangen, verzichtete aber noch auf einen Einsatz. Anders Christian Setz: Trotz Innenbandanriss ließ er sich von den Physiotherapeuten Uli Becker und Horst Kramer fit machen, bandagieren und legte sich während der ganzen Spielzeit voll ins Zeug. Dennoch begannen die Hawks das Spiel mit kühlem Kopf, legten ihr Hauptaugenmerk zunächst auf konsequente Defensive. „Das war ein nervöser Beginn beider Mannschaften. Dann aber ein richtig schönes Eishockeyspiel“, kommentierte Oliver Seeliger, ESBG-Geschäftsführer das Geschehen in der Passauer Eis-Arena.

Die Initialzündung gaben die Gastgeber. Knapp zehn Minuten waren vorbei, die Hawks hatten besser ins Spiel gefunden und Basti Gerbl fälschte einen Schuss unhaltbar zur verdienten Führung ab. Danach kam richtiges Play-off Feeling auf, die Mighty Dogs in der Folge mit zwei guten Chancen. Zunächst vereitelte Goalie Daniel Huber eine Möglichkeit des Ex-DEL-Profis Michael Thurner. Danach Glück für die Hawks, als erneut Thurner einen Fehlpass vor dem Kasten nicht verwerten konnte. Auf der Gegenseite wäre Jaro Majer beinahe ein Shorthander gelungen. Der Slowake luchste den Mighty Dogs die Scheibe ab, scheiterte aber am nicht immer sicheren Keeper Ole Swolensky.

Das Mitteldrittel gehörte eindeutig den Hawks. Einziges Manko: Die Chancenverwertung. Trotzdem durften die Zuschauer bereits in der 22. Minute jubeln. Mit einer Energieleistung setze sich Fabian Hadamik über die linke Seite durch, eroberte sich den nötigen Platz zum schießen und donnerte die Scheibe zum 2:0 in die Maschen. Die Mighty Dogs zeigten sich davon beeindruckt, die Hawks setzten nach. Daniel Zollo brachte mit einem messerscharfen Pass über die ganze Eisfläche Jaro Majer in Position, der nur noch durch ein Foul gebremst werden konnte: Penalty! Der Gefoulte trat selbst an und bewies: Wenn das Lehrbuch „Wie schieße ich einen Penalty“ aufgelegt wird, Autor sollte Jaro Majer sein. Der Routinier verlud gekonnt Keeper Swolensky und versteckte die Scheibe mit der Rückhand im Giebel, 3:0 (27.). Damit war die Gegenwehr der Mighty Dogs zunächst gebrochen, statt dessen mächtig Verkehr vor deren Kasten. Allein in der 34. Minute klingelte es gleich zweimal, allerdings nur am Torgestänge. Zunächst zielte Basti Gerbl zu genau, ehe Christian Setz erst am Keeper und dann erneut am Metall scheiterte. Auch Christian Mitternacht hatte Pech, er jubelte zwar schon aber die Scheibe prallte von der Lattenunterkante wieder zurück. Die Quittung bekamen die Hawks Sekunden vor der zweiten Drittelsirene serviert. Marc Hemmerich nutzte einen Abpraller und stocherte den Puck zum Anschlusstreffer für die Mighty Dogs über die Linie (40.).

So kamen die Schweinfurter noch einmal hoch motiviert ins Schlussdrittel und bei den Hawks wurde es eng auf der Strafbank. So mussten sich die Gastgeber beinahe vier Minuten mit nur drei Mann auf dem Eis wehren, überstanden diese Phase jedoch unbeschadet. Kaum wieder komplett sorgte Basti Gerbl für die Vorentscheidung. Im zweiten Nachsetzen fand ein Abpraller den Weg zum 4:1 ins Tor (48.). Danach hätten die Hawks das Ergebnis durchaus höher schrauben können, mehrere Chancen verstrichen ungenutzt. Erst in der Schlussphase konnten die Teams noch einmal jubeln. Zunächst nutzte Martin Beck trotz Unterzahl einen Konter zum 4:2, 42 Sekunden später hatten die Hawks die richtige Antwort. Eine Bilderbuchkombination über Andi Popp und Roman Schreyer schloss Rainer Schuster zum 5:2-Endstand ab (58.).

Tore: 1:0 (9:52) Gerbl (Gomow), 2:0 (21:21) Hadamik (Tischler, Kößl), 3:0 (26:42) Majer (Penalty), 3:1 (39:27) Hemmerich (Knaup, Vanc), 4:1 Gerbl (Landstorfer), 4:2 (57:10) Beck (Görlitz/4-5), 5:2 (57:52) Schuster (Schreyer, Popp/5-4). Strafen: Passau 28, Schweinfurt 20 + 10 (Vanc). Zuschauer: 1430.


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