Black Hawks holen Pflichtsieg in Burgkirchen

Indians zu Gast bei den Black HawksIndians zu Gast bei den Black Hawks
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Glanzlos, aber standesgemäß holten sich die Passau Black Hawks am Freitag beim noch punktlosen Tabellenschlusslicht SVG Burgkirchen mit einem 7:1-Erfolg die Punkte. Dabei machten die Hawks über die ganze Spielzeit deutlich, sich keinen Ausrutscher erlauben zu wollen, auch wenn der Tabellendritte vor allem im zweiten Drittel „schlampig“ agierte. Letztendlich kann aber die Reise der Hawks nach Burgkirchen in die Kategorie „gelungener Betriebsausflug“ eingeordnet werden.

Nach sieben Minuten nutzte Andi Popp die erste Powerplay-Chance und verwandelte einen Abpraller zur Führung. Fünf Minuten später stand Verteidiger Daniel Zollo nach einer sehenswerten Aktion der ersten Formation frei, sein Schuss von der blauen Linie fand den Weg in die Maschen (12.). Auch als die Hawks nach 14 Minuten zum ersten Mal in Unterzahl waren, konnten sich die überforderten Kelten nicht in Szene setzen. Im Gegenteil: Jaro Majer nutzte einen Abspielfehler der Gastgeber und lief alleine auf Torhüter Müller zu, scheiterte aber mit seinem Break am Keeper. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts nutzten die Hawks eine weitere Powerplay Situation zum 3:0, Torschütze Vladimir Gomow (17.).

„Vielleicht hatten wir schon im Hinterkopf, die Kelten würden sich aufgeben. Das hat uns im zweiten Drittel Schwierigkeiten gemacht“, erklärte der sportliche Leiter Karl-Heinz Duschl den Durchhänger im Mitteldrittel. Die Kelten dachten allerdings gar nicht daran, sich kampflos ihrem Schicksal zu ergeben. Sie starteten wütende Angriffe in Richtung Keeper Daniel Huber und kamen sogar zum Anschlusstreffer durch Bötsch (24.). Postwendend stellte Verteidiger Gert Heubach mit seinem Schuss von der blauen Linie den alten Drei-Tore-Abstand wieder her. Das Spiel verflachte nun zum Leidwesen der vielen treuen Fans beider Lager immer mehr. Die Hawks ließen sich von der unsauberen Gangart der Kelten anstecken, die Folge: Eine Strafzeitenflut auf beiden Seiten. „Unser Coach Otto Keresztes war nicht der einzige, der deswegen richtig sauer wurde. Mit einer Gardinenpredigt hat er die Jungs aber wieder aufgerüttelt“, erzählt Karl-Heinz Duschl. Außerdem machte der etatmäßige Torhüter Daniel Huber seinem Back-up Michael Herzog Platz, der seinen ersten Bayernligaeinsatz für die Hawks mit Bravour bewältigte. In mehreren brenzligen Situationen behielt der Franke kühlen Kopf und blieb ohne Gegentor. Fabian Hadamik startete in der 43. Minute ein Solo und sorgte mit dem 5:1 für die Vorentscheidung. Andi Popp und Andi Toth erzielten die weiteren Treffer für die Hawks, die damit ihre Pflicht erfüllen konnten. An der Tabellensituation hat sich vorerst nichts geändert, die Hawks sind weiter mit einem Punkt Rückstand auf die beiden Führenden Dritter.