Bescheiden bleiben ist Pflicht

Bescheiden bleiben ist PflichtBescheiden bleiben ist Pflicht
Lesedauer: ca. 1 Minute

Die Pinguine sind bisher zuhause eine Macht. „Sie haben bisher elf von möglichen zwölf Punkten zu Hause geholt. Alleine diese Information sollte alle Träumereien von einem Spaziergang im Keime ersticken“, weist Steffen Reiser entschieden auf diese Stärke der Schwaben hin. Der sportliche Leiter der Mighty Dogs erinnert daran, dass der ERV seit seinem Aufstieg bei vier Auftritten an der Königstherme drei Siege und ein Remis einfuhr, allerdings meist erst nach einem harten Kampf. Der frühere Erdinger Erfolgscoach Petr Vorisek hatte mit den Weigantbrüdern und dem (fast) unermüdlichen) Oldie Roman Mucha schwerwiegende Abgänge zu kompensieren, holte im Sommer elf Spieler, die einiges versprechen. Neben einer Handvoll jüngerer Spieler mit Potential kamen David Vycichlo vom ECDC Memmingen, Patrick Zimmermann aus Riessersee und der zweitligaerfahrene Tscheche Jan Fadrny.

Das selbstbewusste Ziel der Königsbrunner, unter die ersten Acht zu kommen, hat Germering nicht gesetzt – oder zumindest nicht so formuliert. Auch die Wanderers sind dabei, sich in ihrer zweiten Saison in der Liga zu etablieren und haben ihren Kader stark verjüngt. Die ganz großen Namen findet man unter ihnen nicht, wohl aber einige sehr erfahrene Leute, die das Grundgerüst der Truppe bilden wie etwa die Verteidiger Markus Oehme und Leonhard Gambs, die Stürmer Christian Meier (der vor Daniel Rossi die interne Scorerwertung anführt), Sebastian Stürzer oder Oliver Wälde. Die Mighty Dogs hatten mit den Gästen in den Vorjahren manchmal Probleme, in der letzten Saison gewannen sie im Icedome locker mit 7:3, im Germeringer Polariom 5:2.

Es wäre grundfalsch, in diesen Partien vor den in Aussicht stehenden Duellen mit den Verfolgern Bayreuth, Sonthofen und Waldkraiburg keine große Herausforderung zu sehen. Bisher konnten die Dogs ihre Konzentration Woche für Woche aufrechterhalten; die bisherige Serie kann aber kein Grund sein, etwa arrogant zu werden. „Nach wie vor sehe ich Kleinigkeiten, die sich zu Problemen auswachsen könnten“, analysiert Reiser realistisch: „Deshalb tun wir gut daran, bescheiden zu bleiben. Das wichtigste ist, dass jeder einzelne den aktuellen Erfolg richtig einzuschätzen weiß.“ Bei den Pinguinen wird auf jeden Fall Mark Dunlop fehlen, am Sonntag aber wieder auflaufen können. Seine in Schongau erhaltene Matchstrafe wurde milde beurteilt: Nach Sichtung des Materials beließ es der Verband bei einem Spiel Sperre. Wegen einer im Juniorenspiel erlittenen Gehirnerschütterung fällt allerdings Timo Ludwig vorläufig aus.