Bayreuth kämpft sich zum Derbysieg

EHC Bayreuth doch noch im Bayernkrug-EndspielEHC Bayreuth doch noch im Bayernkrug-Endspiel
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Was für ein Oberfrankenderby! Bereits weit vor Spielbeginn füllte sich das Städtische Kunsteisstadion Bayreuth ansehnlich und es war angerichtet für das Prestigeduell zwischen dem EHC Bayreuth und dem Tabellenzweiten und Favoriten VER Selb, das die Gastgeber mit 4:3 für sich entschieden.

Die Hochfranken machten vor gut und gerne 3500 Zuschauern gleich zu Beginn Druck und kamen bereits in der ersten Minute zur Führung, als ein Bayreuther den Puck ins eigene Tor lenkte. Die Wölfe hatten in Überzahl die Chance nachzulegen, konnten aber kein Kapital daraus schlagen. Eine ähnliche Szene wie beim 0:1 spielte sich dann vor dem Selber Gehäuse ab und Schmidt vollstreckte zum 1:1-Ausgleich. Bayreuth kämpfte, während Selb seine spielerische Klasse in die Waagschale warf. Nach einer schönen Kombination kamen die Hochfranken zur erneuten Führung, als Hermle per Direktabnahme traf.

Weiterhin stand die Partie auf des Messers Schneide. Selb war immer wieder gefährlich, während die Tigers Zähne zeigten und dagegenhielten. Ihr Einsatz sollte nicht unbelohnt bleiben: Hausauer legte toll auf für Schmidt, und der überwand Dirksen zum zweiten Male an diesem Abend – 2:2. Die Gastgeber setzten den zuletzt fünfmal siegreichen Tabellenzweiten nun mehr unter Druck und Müller musste den Puck nur noch über die Linie drücken, nachdem ihm Hausauer mit viel Übersicht per Schlittschuh aufgelegt hatte.

Im Schlussabschnitt schlugen zunächst die Wölfe zu, als Waßmiller in der 52. Minute den 3:3-Ausgleich erzielen konnte. Nicht wenige rechneten mit einem Kippen der Partie durch die spielstarken Hochfranken. Doch Bayreuth kämpfte vehement und erzielte mit seiner besten Kombination das alles entscheidende Tor: Martindale passte zu Geigenmüller, der legte nochmal quer und der Kanadier vollstreckte zum viel umjubelten 4:3 für die Gastgeber. Nachdem aus dem Gäste-Fanblock Bengalen auf die Eisfläche geworfen wurden, wurde das Match zweimal unterbrochen und das Eis neu aufbereitet. Durch Strafzeiten kurz vor Spielende kam Selb nicht mehr dazu, seinen Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis zu nehmen. Im nun hitzigen Oberfrankenderby behielten die Tigers die Nerven und retteten die drei Punkte über die Zeit.