Bayernliga-Spiel endet mit AuseinandersetzungenEV Lindau

Bayernliga-Spiel endet mit AuseinandersetzungenBayernliga-Spiel endet mit Auseinandersetzungen
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Der EVL schildert die Situation so: „Der negative Höhepunkt ereignete sich kurz vor Schluss. Bayreuths Spieler Patrick Schadt hatte wegen eines Bandenchecks von hinten eine Spieldauer-Disziplinarstrafe erhalten, als er auf dem Weg vom Eis, den wegen einer Verletzung ebenfalls in die Kabine humpelnden Matthias Schwarzbart mit einem Kopfstoß nieder. Schwarzbart stürzte dabei bewusstlos auf eine Rollstuhlfahrerin, der glücklicherweise nichts passierte. Im danach folgenden Tumult wurden die Spieler der Islanders von Zuschauern bedroht, da kein ausreichender Sicherheitsdienst vorhanden war.“ „Die Ordner, die dann kamen, haben nicht unbedingt zur Deeskalation beigetragen, unsere die Sicherheit war nicht mehr gewährleistet“, sagte EVL- Trainer Pavel Mojtek, der seine Mannschaft sofort in die Kabine schickte um weiteres Unheil zu verhindern. Nach Absprache mit Bayreuths Trainer Sergej Wasmiller vereinbarten beide Teams, die restlichen zwei Minuten beim Stand von 5:1 „herunterzuspielen“ um weitere Auswüchse nach einer hitzigen Partie zu verhindern. Mojtek weiter: „Matthias hat eine Platzwunde im Gesicht, vielleicht auch einen Bruch. Er wird das untersuchen lassen und überlegt, den Fall privat zur Anzeige zu bringen.“

Das unschöne Ende einer Fahrt, die die Lindauer sich hätten sparen können. Es war wie so oft bei Spielen im Norden Bayerns: Nach 55 Sekunden war klar: Schiedsrichter Gerhard Bauer hatte sich die Islanders als Opfer ausgesucht und pfiff von Anfang an jede Kleinigkeit gegen die Inselstädter. Acht Zweiminuten Strafen und eine Spieldauer- Disziplinarstrafe gegen Zdenek Cech (11.) ließen die Lindauer gar nicht erst ins Spiel kommen. Cech wurde wegen eines Checks gegen den Kopf von Sebastian Mayer, der zwei Minuten später aber wieder auf dem Eis stand, bestraft.

Bayreuth, das zuletzt geschwächelt hatte, zeigte eine starke Leistung gegen die ersatzgeschwächt angetretenen Islanders, die nach dem ersten Drittel mit 0:1 durch Michal Bartosch im Rückstand lagen. „Wir haben in Unterzahl sehr gut gespielt, aber irgendwann sind uns natürlich die Kräfte ausgegangen“, sagte Pavel Mojtek. Dennoch bekamen die Lindauer in diesem Spiel auch ihre Chancen. Nach dem 2:0 durch Michael Fendt (25.) kamen die Islanders noch einmal in die Partie zurück, als Mark Stibitz eine Powerplay- Situation nutzte. Auch nach dem 3:1, das Juhasz in der 33. Minute erzielte, hatten die Lindauer noch die eine oder andere Konterchance, um die Partie enger zu gestalten. „Schlussendlich hat Bayreuth aber das Spiel dominiert und zurecht gewonnen. Uns sind aufgrund der vielen Unterzahlsituationen die Kräfte ausgegangen“, sagte Mojtek, der trotz. Trotz dieser Niederlage habe er auch positive Dinge im Spiel gesehen, die Hoffnung geben würden. „Jiri Kunce hat seine beste Saisonleistung gezeigt und auch bei Mike Dolezal geht die Leistungskurve nach oben.“

Im letzten Drittel hatte der Lindauer Trainer durch Verletzungen nur noch zwölf Feldspieler zur Verfügung, an eine Wende war deshalb nicht zu denken. Michal Bartosch, Florian Zeilmann und Josef Potac schraubten das Resultat dann noch auf 6:1.