Aufholjagd mit einem Punkt belohnt

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In der Landesliga Baden-Württemberg punktete die TSG Reutlingen auswärts bei der 4:5 (0:2, 1:2, 3:1, 0:1)-Niederlage nach Penaltyschießen. Ähnlich wie schon in der vorherigen Begegnung gegen den VfR Pforzheim erwischte die TSG auch im dritten Vergleich den schlechteren Start ins Spiel. Die Gemeinsamkeiten setzten sich glücklicherweise für die TSG fort, sodass im letzten Drittel der 1:4-Rückstand noch aufgeholt und ein Penaltyschießen gegen den Tabellenführer erzwungen werden konnte.

Dem frühen Führungstreffer der Gastgeber folgte in der sehr fairen Partie ein klares Chancenübergewicht der Goldstädter. Es verwunderte also nicht, dass der VfR zuletzt gegen den Tabellenzweiten aus Schwenningen deutlich mit 11:3 die Oberhand behalten hatte. Die TSG hingegen kam selten nah genug ans Pforzheimer Gehäuse, um mit ihren Schüssen echt Druck auszuüben. Symptomatisch für die fehlende läuferische Beweglichkeit der TSG daher auch das 2:0 für den VfR, als Marco Windisch einen TSG-Spieler nach dem anderen aussteigen ließ und schließlich allein vor dem Tor erfolgreich abschließen konnte. Ein identisches Bild zeigte sich auch im Mittelabschnitt: Die TSG meist ungefährlich aus der Distanz schießend und der VfR mit unkompliziertem Angriffsspiel direkt vor dem Reutlinger Gehäuse. Auch die taktische Variante mit zwei offensiven Verteidigern in Dominique Tilgner und Felix Schmid für Verwirrung in der VfR-Abwehr zu sorgen, fruchtete nicht wie erhofft. Der Ausbau der VfR-Führung in der 25. Minute wurde von Marc Haudek erst weitere acht Minuten später mit dem Anschluss beantwortet. Die Hausherren zogen zwei Minuten vor Drittelende aber wieder zum 4:1 nach, sodass sich die TSG bei noch 20 verbleibenden Spielminuten in einer wenig glücklichen Situation befand. Zum Schlussdrittel folgte allerdings die taktische Umstellung durch TSG-Trainer Krüger zum bewährten System mit Dominique Tilgner im Sturm zusammen mit Christoph Schreiber und Marc Haudek. Wie erhofft warfen die drei die Tormaschine an und sorgten von Drittelbeginn an für Druck vor dem VfR-Gehäuse. Bereits das 4:2 durch Verteidiger Kevin Rummel in der 45. Minute kam eigentlich mehr dem 4:3 und einer Spielwende nahe. Fünf Minuten später folgte gar das echte 4:3 durch Dominique Tilgner und in der 56. Minute der Ausgleich durch Christoph Schreiber. Die verbleibenden vier Minuten reichten für die Überraschung trotz der dazu vorhandenen Chancen nicht mehr. Im folgenden Penaltyschießen traf von den drei TSG-Schützen nur Marc Haudek bei zwei Toren durch den VfR, sodass die TSG doch nur einen Punkt aus der Goldstadt entführen konnte.