Auf zum ersten Derby der Saison

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Und mit Spannung werden die kommenden direkten Duelle erwartet, die in dieser Woche mit dem Gastspiel der Blue Devils ihren Anfang nehmen – Weiden zählte und zählt weiterhin zu den Vereinen, die man am Schluss mit oben erwarten kann.

Die Weidener Verantwortlichen, allen voran Coach Josef Hefner, gaben vor Beginn der Punkterunde zu, in der Abwehr Nachholbedarf an Erfahrung zu haben. Zwar wurde mit dem früheren Höchstadter Kapitän Thomas Schmidhuber eine Leitfigur mit Stärken auch in der Offensive verpflichtet, aber die beiden anderen Neuen in der Verteidigung spielten bisher in der Landesliga. Peter Jasny, ebenfalls von den Alligators, sagte im Herbst ab. Im Sturm scheint mit dem Klasseduo Marcel Waldowsky und Davids Musial alles prima – diesem hat die Abgabe seiner zusätzlichen Trainerbürde in der letzten Saison und die ausschließliche Konzentration auf das Eis sichtlich gut getan. Weniger ist man mit dem Nachfolger von Miikka Jäske zufrieden: Jaroslav Fiser sammelte ganz anständige Scorerpunkte, aber aus Weidener Sicht mangelt es ihm an Fähigkeiten zur Leitfigur. Der Tscheche, der selbst sagt, er habe die Stärke der Bayernliga unterschätzt, wird Anfang Dezember gehen. Die Devils sind daher momentan auf der Suche nach einem neuen Kontingentspieler. „Weiden hat mit dem 5:0 über Bayreuth am letzten Spieltag ein ordentliches Ausrufezeichen gesetzt“, warnt Steffen Reiser davor, dieses nordbayerische Derby zu unterschätzen. Anfang des Jahres gab es einen 5:2-Erfolg der Dogs im letzten Match der Punkterunde; in der Zwischenrunde gaben sich die bereits abgeschlagenen Oberpfälzer erst nach zähem Kampf im Penaltyschießen geschlagen.

Bei den Piraten von Buchloe herrschte wie im letzten Jahr Unruhe: Nachdem während der Saison 2010/11 Franz Josef Baader entlassen wurde, nahm der erst seit dem Sommer amtierende Andreas Nuffer schon Mitte Oktober seinen Hut. Der bestens bekannte Franz-Xaver Ibelherr folgt ihm nun nach, wie seit heute bekannt ist. Die Niederlage im Nachholspiel beim EHC 80 Nürnberg hatte er noch nicht zu verantworten; allerdings fehlten dem ESV am letzten Sonntag auch Stammkräfte wie Peter Westerkamp, die Brüder Weigant und Torhüter Fritz-Philipp Hessel. Wer von ihnen beim Besuch der Mighty Dogs wieder auf dem Eis stehen wird, ist derzeit noch nicht raus. Letztes Jahr gab es zum Auftakt der Runde einen glatten 5:0-Erfolg der Schweinfurter im Gennachtal.

Mit großem Selbstbewusstsein können die Dogs diesen Aufgaben entgegenschauen. Dass ein solches Wissen um die eigene Stärke nicht in Überheblichkeit mündet, dem will Trainer Viktor Proskuryakov entgegenbauen: Indem er klarmacht, dass die bisherigen Erfolge keinen Automatismus nach sich ziehen, sondern ein Ergebnis des richtigen Einsatzes der vorhandenen Fähigkeiten waren. Man könnte auch sagen: Die ausgegebene Taktik hat funktioniert. Gegen die Devils und in Buchloe wird Igor Filobok seine Sperre noch absitzen, ansonsten wird mit keinem Ausfall gerechnet. Der lange verletzt fehlende Pascal Schäfer hat mit den ERV-Junioren und bei der 1b bereits erste Einsätze gehabt, soll nun langsam für die 1. Mannschaft aufgebaut werden. Nach Beendigung eines Lehrgangs im beruflichen Bereich wird er voraussichtlich wieder für die Mighty Dogs auf dem Eis stehen.

Zu Heimspiel gegen Weiden sind bei Burger King am Hainig ab sofort Karten im Vorverkauf erhältlich. Um an der Abendkasse am Freitag längere Wartezeiten zu vermeiden, bitten die Verantwortlichen der Mighty Dogs darum, diese Möglichkeit entsprechend zu nutzen.