Auf dem Boden der Tatsachen

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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Zurück auf dem Boden der Tatsachen ist der ESV Pinguine Königsbrunn am letzten Wochenende gelandet. Nach nur einem Punkt hat der Viertplatzierte der Bayernliga wieder Verfolger, die mit nur einem Punkt Abstand folgen, so dass in den kommenden beiden Spielen Erfolge von Nöten sind, um weiterhin im oberen Drittel der Tabelle zu stehen. Dabei geht es gegen zwei als durchweg unangenehm zu bezeichnende Gegner. Am Freitag müssen sich die Pinguine auf die weiteste Auswärtsreise des Jahres zum Nachrücker ERV Scheinfurt „Mighty Dogs“ begeben (Spielbeginn 20 Uhr), am Sonntag kommt mit dem EC 2000 Ulm/Neu-Ulm „River Hawks“ ein weiterer Aufsteiger in die Königsthermeneishalle (Spielbeginn 18 Uhr).

Trainer Marian Hurtik muss dabei durch die Ausfälle der Stürmer Dominik Hägele, Tim Bertele und wohlmöglich Tim Lippert seine Angriffsreihen neu sortieren und es wird mit Sicherheit die eine oder andere Überraschung geben. Währende Bertele noch an seiner heftigen Zahnverletzung laboriert stauchte sich Lippert beim Spiel in Dorfen einen Halswirbel. Hägele dagegen fällt nun definitiv bis nach Saisonende aus. Es wurde zwar kein Bruch des Handgelenkes diagnostiziert, dafür sind sämtliche Bänder, die vom Handgelenk zu den Fingern führen, ab- und durchgerissen. Eine Operation wird bald folgen.

In Schweinfurt wird die dann neu formierte Mannschaft ein heißes Spiel erwarten. Der Icedome, die Heimstätte des ERV, ist regelmäßig mit gut 1000 Zuschauern gefüllt. Dazu kommt eine hungrige Mannschaft, die vor Saisonbeginn durch den Rückzug von Geretsried in die Bayernliga nachrücken durfte, und die Chance nun nutzen will, das Schweinfurter Eishockey in der neuen Umgebung zu etablieren. Angeführt wird das Team vom Publikumsliebling und Spielertrainer Sergej Waßmiller, der nebenbei mit 20 Punkten auch noch Topscorer der „Mighty Dogs“ ist. Daneben ragen vor allen Dingen die Stürmer Zdenek Vanc und Sebastian Buchwieser heraus. Mit diesen drei Spielern steht und fällt das Spiel des ERV. Ansonsten schwanken die Leistungen des Tabellenzehnten (8:8 Punkte, 32:38 Tore) bisher beachtlich. Vor allem in heimischer Halle gelangen bisher eigentlich vier Siege, wobei der 9:1 Erfolg über Fürstenfeldbruck in ein 0:5 umgewandelt wurde, da ein nichtspielberechtigter Spieler eingesetzt wurde. Dagegen wurde auf fremden Eis bisher nicht ein einziger Punkt geholt. Die Pinguine sind also mehr als gewarnt.

Der Sonntagsgegner aus Ulm wurde vor Saisonbeginn wesentlich stärker eingeschätzt als Schweinfurt, konnte dies aber höchstens ansatzweise bestätigen. Der erste Sieg gelang den Ulmern gar erst am sechsten Spieltag mit einem 3:1 in Erding. Dazu kommt ein 5:2 vom vergangenen Sonntag über Burgkirchen, so dass die Gäste derzeit Platz zwölf mit 5:11 Punkten und 19:30 Toren belegen. Damit ist die Offensive nach Burgkirchen die zweitschlechteste der Liga. Angeführt wird die Mannschaft von Trainer Stanislav Hlozek, dem Vater des Ex-Pinguins Michal Hlozek, von Manfred Jorde. Dazu kommen mit Martin Valenti und vor allem Torwart Marc Pethke Spieler die schon in den höchsten deutschen Ligen beheimatet waren. Dennoch scheint die Umstellung auf die Bayernliga für das Team der letztjährigen Pinguine Adrian Geiss und Simon Arzt noch nicht gelungen zu sein. Allerdings holten die „River Hawks“ auf fremden Eis bisher mehr Punkte als auf heimischen, so dass keine leichte Aufgabe vor dem ESV liegen dürfte.