Arbeitssieg mit WermutstropfenESV Buchloe

Arbeitssieg mit WermutstropfenArbeitssieg mit Wermutstropfen
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Zu den vielen Ausfällen hatte sich vor dem Spiel auch noch der erkrankte Tobias Kastenmeier gesellt. Das mit nur 14 Feldspielern angetretene Team konnte zwar wenig glänzen, mit einer ansprechenden Leistung aber doch einen sicheren Sieg verbuchen, der die Buchloer bis auf Rang fünf nach vorne brachte.

Sogar nur zwölf Feldspieler konnten die nach zahlreichen Abgängen gebeutelten Königsbrunner Pinguine aufbieten. „Wenn die Kraft nachlässt, passieren Fehler und so fallen die Tore“, hatte Pinguin-Trainer Erwin Halusa auch den Grund für die Niederlage schnell ausgemacht. Buchloes Coach Bohdan Kozacka attestierte den Brunnenstädtern, „super gekämpft“ und eine schnelles, hartes Spiel gezeigt zu haben. „Wir hatten auch Glück, dass wir die Tore geschossen haben, die uns immer wieder einen Vorsprung und damit Sicherheit gegeben haben“, sagte Kozacka nach der Begegnung.

Seine Cracks zeigten sich zu Beginn sichtlich überrascht von den mutig aufspielenden Pinguinen. Folgerichtig erzielte Michael Polaczek auch die Gästeführung aus dem Gewühl heraus (6. Minute). Langsam fanden die Piraten danach besser ins Spiel, benötigten aber eine Einzelaktion von Verteidiger Widmann, der seinen Vorstoß zum Ausgleich abschloss (13.). Ein Doppelschlag innerhalb anderthalb Minuten sorgte dann für standesgemäße Verhältnisse: Auf Pass von Patrick Weigant traf Peter Westerkamp ins Schwarze und Daniel Huhn erhöhte mit einem sehenswerten Solo in Unterzahl auf 3:1 (16. und 17.). Davon ließen sich die Pinguine nicht aus dem Konzept bringen: Philipp Winter zwang den wieder starken Buchloer Goalie Stefan Horneber erst zu einem tollen Fanghand-Save, ehe Robin Pandel von der Blauen Linie genau an den Innenpfosten und ins Tornetz traf (20.). Bei diesem Schlagschuss war Horneber durch viel Verkehr vor dem Tor irritiert.

Wiederum Huhn bereitete mit einem blitzgescheiten Querpass auf Marc Weigant, den dieser mühelos verwerten konnte, das 4:2 im Powerplay ein (23.). Westerkamp ließ kurz danach mit einem Schlagschuss ins Kreuzeck Königsbrunn Torfrau Jennifer Harß schlecht aussehen (27.). Als fast im Gegenzug Alexander Strehler die Gäste auf 3:5 heranbrachte (28.), wechselte Halusa Torwart Markus Buser ein. Der hatte sich gerade zwischen den Pfosten zurechtgefunden, als er gegen Patrick Weigant ein Gegentor hinnehmen musste: Wieder waren die Piraten nur zu viert, als der zweitbeste Bayernliga-Torjäger schon sein 17. Saisontor zum 6:3 erzielte (31.).

In der 34. Minute wurde den Pinguinen ein mit dem Schlittschuh erzieltes Tor aberkannt. Danach erlahmte der Schwung des Minikaders der Gäste, sodass im dritten Akt Marc Weigant zum Hauptdarsteller avancierte: Auf Vorarbeit von Michael Strobel und Daniel Huhn traf er durch Busers Beine zum 7:3 (43.). In der 49. Minute wurde Weigant eigentlich von einem Königsbrunner gefoult. Als er stürzte, bekam der Gästespieler vermutlich einen unkontrollierten Schlägerhieb ab und blutete. Der Schiedsrichter wertete dies als Foul mit Verletzungsfolge und erteilte Weigant eine überzogene Fünf-plus-Spieldauerstrafe. Am Freitag im Heimspiel gegen Bayreuth ist der Stürmer nun gesperrt.