Arbeitssieg in schwachem Spiel

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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Mit viel Kampf und Willen rang der ESV Pinguine Königsbrunn nach einer turbulenten Woche den EHC Waldkraiburg im ersten Spiel des Doppelspieltages mit 4:3 (2:2, 2:1, 0:0) nieder. Dabei wurden die wenigen Zuschauer in der Königsthermeneishalle spielerisch wahrlich nicht verwöhnt, aber die Spannung entschädigte für vieles.

Angeführt vom neuen Kapitän Michael Heichele, der mit seinen Assistenten Davide Conti und Andreas Schwimmbeck am Donnerstagabend intern gewählt wurde, wollte der ESV die Negativserie beenden. Doch bereits in der fünften Minute waren die Vorsätze über den Haufen geworfen, denn ein katastrophaler Abstimmungsfehler brachte die Führung der Löwen. Doch genau zwei Minuten später zeigte sich die Reihe des Tages der Pinguine erstmals auf der Höhe. Andreas Klundt verwertete eine schöne Kombination unter gütiger Mithilfe eines EHC-Verteidigers zum Ausgleich. Nach den ersten Aufregern entwickelte sich ein schwaches Bayernligaspiel, denn beide Teams waren sichtlich nervös. Vor allem die Pinguine überzeugten durch Einsatz und so konnte auch die erste Unterzahl souverän überstanden werden, eines der großen Sorgenkinder der letzten Wochen. Doch nach 16 Minuten lag die Scheibe erneut in den Königsbrunner Tormaschen. Aber auch hier zeigte sich, dass das Team sattelfest agierte, denn knapp anderthalb Minuten später bediente der starke Robert Franc Verteidiger Stefan Härtl, der in bester Stürmermanier zum 2:2-Pausenstand traf.

Das zweite Drittel wurde für die Pinguinanhänger quälend, denn die Gäste hatten das Spiel nun erstmalig im Griff und schienen auf einem guten Weg die eigene Auswärtsmisere zu beenden. In der 24. Minute folgte logischerweise die dritte Führung für den EHC und die Pinguine gerieten unter immensen Druck. Doch, mit dem Glück des Tüchtigen, überstand der ESV eine Torchance nach der anderen. Gästetrainer Renner zeigte sich nach Spielende auch wenig begeistert über sein Team, denn „wenn meine Mannschaft selbst die größten Chancen, die es serviert bekommt, nicht nutzt, weil keine 100 Prozent gegeben werden, dann sollen sich die Spieler ihre teuren Schläger wohin stecken und erstmal anfangen für den Erfolg zu arbeiten.“ So kam es, dass das zweite Überzahlspiel des Drittels endlich Entlastung brachte, das Erste war wirkungslos geblieben, und kurz nach Ende der Überzahl konnte Patrick Ullmann einen Schlagschuss ins Tor abfälschen. Und es wurde noch besser, denn eine Minute später flog die Scheibe in hohem Bogen ins Waldkraiburger Drittel, Robert Franc nahm die Scheibe gekonnt an, bediente den jungen Arnold, der ganz souverän zum 4:3 vollendete. Das Spiel stand Kopf.

Als ob die Führung für Sicherheit gesorgt hätte, kam der ESV ins letzte Drittel zurück und übernahm nun selbst das Kommando. Aber auch die Pinguine zeigten sich nun stark im Auslassen von Möglichkeiten. Bis zur 50. Minute hätte das Spiel entschieden sein müssen, doch stattdessen kassierten die Königsbrunner in kurzer Folge zwei Strafzeiten, die aber erneut bravourös überstanden wurden. Die letzten Minuten waren dann geprägt von Waldkraiburger Frust, die sich mit einer kurzen Serie von Hinausstellungen um jede Chance zum Ausgleich brachten, während die Pinguine die Partie nach Hause schaukelten.

Tore: 0:1 (5.) Führmann, 1:1 (7.) Klundt, 1:2 (16.) Hämmerle, 2:2 (18.) Härtl, 2:3 (24.) Rohm, 3:3 (39.) Ullmann, 4:3 (40.) Arnold. Strafen: Königsbrunn 8, Waldkraiburg 14.