Alligators wollen zurück in die Bayernliga

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Höher verloren nur wenige Teams in dieser Saison im Aischgrund und keines schoss weniger Tore. Dabei waren die Riverkings bei weitem nicht einer der schwächeren Gegner, die am Kieferndorfer Weg gastierten. Vielmehr zeigten die Alligators eine von der ersten bis zur letzten Minute konzentrierte Leistung mit hohem Tempo und großer Geschlossenheit.

Tugenden, die das Team von Spielertrainer Jun in der vergangenen Saison nicht immer zu 100 Prozent abrief. Aber jetzt, da es darum geht, in zwei Spielen das Ziel für das man die ganze Runde gearbeitet hat zu erreichen, ist das Team auf den Punkt da und hat sein volles Potential abgerufen. Das Gleiche wollen die Panzerechsen am kommenden Wochenende im Halbfinale der Aufstiegsrunde noch zweimal umsetzten und deutlich machen, dass an ihnen kein Weg beim Aufstieg in die Bayernliga vorbei führt. Bereits am Freitag in Landsberg soll dabei der Grundstein für die erfolgreiche Rückkehr in die höchste bayrische Spielklasse gelegt werden.

Die 30.000-Einwohner-Stadt am Lech hat eine lange, wenn auch gebeutelte Eishockeytradition und mit einer modernen Eishalle und großzügigem Sportzentrum alle Voraussetzungen, um wenigstens Bayernliga zu spielen. Der HC Landsberg selbst wurde 2008 als reiner Amateurverein gegründet und nimmt seit 2009 am Spielbetrieb des BEV teil. Nach der Pleite des Ortsrivalen EV Landsberg stiegen die Riverkings zur Nummer eins in der Stadt auf und übernahmen auch die Jugendarbeit des ehemaligen Zweitligisten, um den Jugendspielern ein Zuhause zu geben. Von dieser guten Basis profitierte der junge Verein und wurde so als Aufsteiger prompt Vizemeister der Südwest-Gruppe der Landesliga. Dabei ist der HC Landsberg gerade auf eigenem Eis eine Macht. Ganze drei Punkte haben die Riverkings zu Hause liegen lassen. Die Heimstärke des HCL bekamen die Alligators bereits vergangenen Freitag zu spüren, als sie mit 5:8 den Kürzeren zogen. Vor allem wenn die Routiniers der Landsberger ihr volles Potential abrufen, wird wahrscheinlich so manches Bayernligateam seine Probleme bekommen. Allein der 32-jährige Markus Rohde, der vor zwei Jahren noch in der Bundesliga für den EV Landsberg aktiv war, stellte die HEC-Abwehr mit seinen blitzschnellen Alleingängen immer wieder vor Probleme und erzielte die letzten drei Tore der Oberbayern, die letztendlich zum Sieg führten. Aber auch die erfahrenen Alexander Wedl, Roland Hanemann und Bastian Simmler sind Spieler, die jederzeit in der Lage sind, ein Spiel an sich zu reißen und für die Entscheidung zu sorgen.

Genau auf Grund solcher Namen trauen die Alligators den Beteuerungen der HCL-Verantwortlichen nicht, dass man nicht aufsteigen wolle.  Für den HEC geht es einfach um zu viel, als sich in vermeintlicher Sicherheit zu wiegen. Mit ganzer Geschlossenheit wollen die Panzerechsen bei den wichtigsten Spielen der Saison auftreten und keine Zweifel am Saisonziel aufkommen lassen. Spielertrainer Daniel Jun zeigte sich in der Pressekonferenz nach dem Spiel um Platz drei bereits angriffslustig: „Wir werden wieder mit vollem Tempo und Einsatz in die beiden Spiele gehen. Wir sind heiß auf den Aufstieg und wollen alle gemeinsam zurück in die Bayernliga.“

Auf die Unterstützung der Fans kann seine Truppe dabei bauen. Mindestens 200 Fans haben sich für das Hinspiel in Landsberg angekündigt. Für das Rückspiel an der Aisch läuft der Vorverkauf nach wie vor auf Hochtouren und die HEC-Verantwortlichen erwarten ein volles Haus für das Spiel um alles oder nichts.