Alligators ärgern Tigers lange, bezahlen gute Leistung aber teuerHöchstadter EC

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Hinzu kommt, dass nach teilweise überharten Entscheidungen des Schiedsrichters gleich drei wichtige Spieler am Sonntag gegen Miesbach gesperrt sind.

Das erste Drittel begann zunächst relativ unspektakulär.  Bis zur siebten Minute passierte nichts Nennenswertes. Das erste Powerplay der Gäste verpuffte dank der gut gestaffelten Gästedefensive. Danach kamen die Alligators besser ins Spiel und hatten in Überzahl erneut gute Chancen. Dann unterbrach aber der Schiedsrichter Gundel jäh die Offensivbemühungen der Höchstadter. Stefan Hiendlmeyer wurde von einem Bayreuther Mayer hinter dem Tor in die Bande gecheckt. Dabei bekam der Tigers Defender unglücklich den Schläger des Höchstadters ins Gesicht und musste kurz behandelt werden. der Schiedsrichter wertete die Attacke des Bayreuthers als Foul mit Verletzungsfolge von Hiendlmeyer und schickte diesen zum Entsetzen der HEC-Fans, die die Szene sehr gut beobachten konnten, mit einer fünf plus Spieldauerstrafe zum Duschen. Davon ließ sich die Juntruppe aber nicht schocken. Kurz nach der Szene steuerte Spielertrainer Jun allein auf den Bayreuther Torwart Bädermann zu und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Penalty vergab der „Chef“ dann aber knapp. Die anschließenden verbleibenden 4 Minuten Unterzahl überstanden die Alligators mit großem Kampf und einem immer besser werdenden Ronny Glaser. Als die Strafe fast abgelaufen war musste Daniel Jun in die Penalty Box. Sein Befreiungsschlag flog unglücklich über die Plexiglasumrandung, was ihm zwei Minuten wegen Spielverzögerung einbrachte. Aber auch diese Unterzahl überstanden die Alligators mit großem Einsatz und es ging mit einem verdienten 0:0 in die Kabine.

Im zweiten Drittel zeigten die Bayreuther ihr ganzes Können. Teilweiser schnürten die Mannen um Juhasz und Bartosch die Aischgründer im eigenen Drittel ein. In der 25. Minute war es dann geschehen. Ausgerechnet der Ex-Höchstadter Michal  Hlozek brach den Bann und schoss aus zentraler Position zum 1:0 ein. Nur zwei Minuten später erhöhte Michael Fendt auf 2:0 nach einem Aufbaufehler des HEC. Nach dem 3:0 schien dann alles gelaufen, als Tielsch mit einem Bauerntrick das Tor von Ronny Glaser umrundete und in das freie Ecke einnetzte. Offensichtlich ob der vermeintlich klaren Führung unvorsichtig geworden machten die Tigers in der Folge die Räume auf und liefen in zwei Konter der Alligators, sodass der freigespielte Jun keine Mühe hatte den Puck am Bayreuther Goalie vorbei ins Tor zu schlenzen. Das 3:2 fiel quasi gleich in Folge des Bullys nach  dem 3:1: Der Puck gelangte zu Thilo Grau, der derzeit scheinbar in jedem Spiel trifft und plötzlich stand es 3:2.

Nach der Drittelpause zeigten sich die Bayreuther sichtlich beeindruckt und die Dominanz war gebrochen. dann schien sich kurz die Sensation anzubahnen. Nach einem Bully vor dem Bayreuther Tor schnappte sich Stribny den Puck und vollendete trocken zum Ausgleich mit dem eigentlich keiner mehr gerechnet hatte. Dementsprechend emotional bejubelten die Höchstadter den Treffer. Die Freude währte allerdings nicht lange. Nur kurz ließ man einmal den Topstar der Oberfranken, Marcel Juhasz aus den Augen. Den freien Platz nutzte der Stürmer keine zwei Minuten nach dem Ausgleich mit einem platzierten Schuss zum 4:3. In der Folge kämpften die Alligators unerbittlich um doch noch den Ausgleich zu erzielen, allerdings vergeblich. Dafür bekamen die Zuschauer noch etwas geboten und es kam endgültig Derbystimmung auf. Nach einem Foul an Glaser gerieten Babinsky und Okonek aneinander, sodass sich ein von den Fans bejubelter „Hockey Fight“ entwickelte. Als Konsequenz schickte der Schiedsrichter beide Spieler mit Spieldauerstrafen zum Duschen. Mit etwas mehr Fingerspitzengefühl hätte man es hier auch bei  einer 10-Minutenstrafe belassen können. In den Schlussminuten drängten die Alligators weiter darauf, doch noch einen Punkt zu ergattern und nahmen sogar Goalie Glaser heraus. Am Ende fehlte aber dann das Quäntchen Glück, sodass die Panzerechsen zwar ohne Punkte, aber mit dem Selbstvertrauen nach Hause reisten, nach Sonthofen auch dem zweiten Topfavoriten der Bayernliga lange Paroli geboten zu haben.

Eigentlich gute Voraussetzungen für die  Begegnung am Sonntag gegen Miesbach. Allerdings wurde dieser Achtungserfolg teuer erkauft. Außer den Sperren gegen Hiendlmeyer und Babinsky handelte sich HEC Goalie Glaser nach dem Schlusspfiff zwei absolut überflüssige Zehnminutenstrafen wegen Meckerns ein, sodass auch er am Sonntag zuschauen muss. Aber auch gegen die Starken Oberländer wird die Truppe um Kapitän Sikorski, dann eben mit einem Felix Feeser im Tor versuchen, die Punkte im Aischgrund zu halten.