Alligatorenjagd am Bodensee

Alligatorenjagd am BodenseeAlligatorenjagd am Bodensee
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Niemand sollte sich dabei vom Tabellenstand der Alligators täuschen lassen. Die Mittelfranken sind zuletzt in eine tiefe Krise geraten, die Trainer Jan Vavrecka nach vier Niederlagen in Serie und dem Abrutschen auf Platz 14 den Job kostete. Für ihn übernahm mit Jan Cizek der Mann, der erst vor zwei Jahren das Team zur Bayernliga Meisterschaft führte. Er hatte nun eine Woche Zeit die Mannschaft neu einzustellen und auf das heutige Spiel vorzubereiten, was aufgrund der gemeinsamen Vergangenheit recht reibungslos gehen dürfte. „Höchstadt wird hoch motiviert bei uns antreten“, sagt EVL- Trainer Willy Bauer. „Die Spieler werden sich neu beweisen und zeigen wollen, wozu sie unter einem anderen Trainer fähig sind.“ Vom Potenzial her ist der HEC ohnehin dem oberen Tabellendrittel zuzuordnen. Cracks wie Michal Hlozek, Sergej Hausauer, Mark Dunlop, Thomas Schmidhuber, Ales Stribny und Kontingentspieler Matthew Watkins gehören zu den Top-Spielern der Bayernliga, die den Islanders alles abverlangen werden. Sie stehen besonders unter Zugzwang, hat der Verein doch die Hälfte der Gehälter der Spieler eingefroren und wird sie erst ausbezahlen wenn in den nächsten fünf Spielen eine bestimmte Punktezahl erreicht wird. Um welche es sich handelt, wird zwar nicht offiziell gesprochen, aber man darf davon ausgehen, dass aus dem heutigen Spiel durchaus die Zahl „Drei“ eingerechnet wurde.

Darauf werden sich die Lindauer einzustellen wissen, die nach der Niederlagenserie zu Beginn nun ihre kleine Siegesserie ausbauen wollen. „Allerdings darf keiner bei uns glauben, dass wir jetzt automatisch siebenmal gewinnen, nur weil wir eine Serie gestartet haben“, sagt der Vorsitzende Marc Hindelang mit Blick auf seine „Serientäter“. Vielmehr müsse das Team so weiterarbeiten und zusammenhalten wie zuletzt, damit es weiter punkten kann. „Der Sieg gegen Weiden war nichts wert, wenn wir nicht gegen Höchstadt nachlegen“, ergänzt Willy Bauer.

Dem Lindauer Trainer bleibt der rege Personalwechsel dabei treu. Die zuletzt gesperrten Markus Schweinberger und Patrick Prell kehren in die Abwehr zurück. „Allerdings gibt es ein paar Spieler, die fraglich sind. Da wird sich der Einsatz vielleicht erst am Spieltag entscheiden“, sagt Bauer. Sicher verzichten muss er auf Christof Hehle, so dass sich im – gut funktionierenden - Sturm nur im Verletzungsfall etwas ändern dürfte. Was nicht die allerschlechtesten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Alligatorenjagd am Bodensee wären.


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