Alles gleicht sich aus

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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Im Laufe einer langen Eishockeysaison gleichen sich alle Ereignisse wieder aus. Zu dieser Erkenntnis kam der ESV Pinguine Königsbrunn nach dem Sonntagabendspiel gegen den ERC Sonthofen das mit 3:3 (2:0, 1:1, 0:2) endete. Dabei gelang es den Gästen ein 0:3 beinahe umzudrehen, so wie es den Pinguinen selbst nur eine Woche zuvor gegen Ulm gelang, als aus einem 0:3 ein 6:3 wurde.

Topscorer Andreas Klundt sprach davon, dass „die Mannschaft selbst schuld war“ und Trainer Marian Hurtik der „den vollkommen unnötigen Verlust von einem Punkt“ herausstellte, zeigte sich unzufrieden, blickte aber nach vorne, „denn gegen Memmingen müssen die Punkte nun geholt werden“.

Dabei begann der ESV konzentriert und sehr sicher. Drei frühe Unterzahlsituation überstanden die Pinguine überraschend souverän, so dass Martin Zentner, der das Tor für den angeschlagenen Clemens Heringer hütete, kaum Beschäftigung hatte. In der zehnten Minute nutzte Stefan Härtl die erste Überzahl mit einem wunderbaren Schlagschuss zum 1:0. Die Gastgeber waren im weiteren Verlauf das deutlich stärkere Team und nach etwas mehr als 17 Minuten fiel folgerichtig das zweite Tor, wunderschön herausgespielt durch Tim Bertele. Zentner war immer noch nahezu beschäftigungslos.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts blieben die Königsbrunner spielbestimmend, und als Robert Franc das 3:0 erzielte, waren sich alle sicher, dass das Spiel gelaufen war und nur noch die Höhe fraglich war. Doch aus unverständlichen Gründen beendeten die Pinguine mit einem aufs andere Mal das Spielen. Daraus gestärkt fand Sonthofen zurück in die Partie und konnte in der 28. Minute in Überzahl auf 1:3 verkürzen. Auch dies weckte den ESV nicht, so dass das Niveau drastisch absackte. Dennoch ergaben sich noch gute Gelegenheiten, die allerdings gnadenlos vergeben wurden.

In den letzten 20 Minuten fand das Unglück seinen Lauf, denn die „Bulls“ machten nun mächtig Dampf und Zentner war mittlerweile der meistbeschäftigte Mann auf dem Eis. Erneut in Überzahl fiel der Anschlusstreffer. Es war zu merken, dass die Pinguine nun vollkommen verunsichert waren, auch wenn die Mannschaft sich dagegenstemmte, um die zwei Punkte in der Königsthermeneishalle zu behalten. Die große Chance, den Sack zuzumachen, ergab sich in der 50. Minute, als gleich zwei Strafen gegen den ERC ausgesprochen wurden. Doch, und hier folgte die zweite Umkehrung der Saisonereignisse, Gästestürmer Endras schnappte sich die Scheibe, spielte einen Verteidiger schwindlig und schoss den Ausgleich. Das gleiche Kunststück gelang Robert Franc im ersten Punktspiel in Burgkirchen. Nun ging nichts mehr zusammen beim ESV. Da auch Sonthofen die Kräfte ausgingen, blieb es beim am Ende gerechten Remis.

Tore: 1:0 (10.) Härtl, 2:0 (18.) Bertele, 3:0 (24.) Franc, 3:1 (28.) Sing, 3:2 (47.) Sauer, 3:3 (51.) Endras. Strafen: Königsbrunn 20, Sonthofen 22.