Abstand auf Play-off-Ränge verkleinert

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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Die richtige Reaktion auf das letzte Wochenende mit null Punkten zeigte der ESV Pinguine Königsbrunn am Freitagabend vor der Saisonminuskulisse in der Hydro-Tech-Eisarena. Der ESC Dorfen wurde mit 5:3 (0:1, 3:1, 2:1) bezwungen und somit der Rückstand auf Platz acht wieder auf drei Punkte verkleinert.

Vor Spielbeginn sorgten die Pinguine bei vielen Zuschauern für Erstaunen, denn entgegen der Ankündigungen aktuell keinen Neuzugang zu verpflichten, stand doch ein neuer Spieler in den Reihen des ESV. Allerdings ist der Neue ein Rückkehrer, denn Ruben Wolf trug erstmals nach zwei Jahren, davon anderthalb in den USA, wieder das rot-weiße Trikot. Wolf führte sich solide ein, wurde aber mit gleich acht Strafminuten der Schiedsrichter bedacht.

Das Spiel selbst war nichts für Eishockeygenießer. Für beide Teams stand sehr viel auf dem Spiel, vor allem die Pinguine mussten siegen, denn sonst wäre der Rückstand zu den vorderen Plätzen wohl bereits zu groß geworden. Doch den besseren Start erwischten die Gäste die bereits nach knapp sechs Minuten vollkommen frei vor Pospisil auftauchten und in Führung gingen. Danach entwickelte sich ein Spiel was viel Kampf beinhaltete und wenig sehenswertes. Diese Situation hielt bis in das zweite Drittel, ehe Marc Weigant den wichtigen Ausgleich erzielen konnte. Dies tat dem Spiel zwar gut, aber wesentlich besser wurde die Partie erst gegen Ende des Abschnittes. Erst ging Dorfen wiederum in Führung, doch die Antwort der Pinguine war perfekt. 36 Sekunden vor Drittelende glich Patrick Ullmann aus und während die Gäste gedanklich wohl schon in der Kabine waren, konnte Andreas Schwimmbeck nur 16 Sekunden später zum 3:2 abstauben.

Das Spiel war gedreht und der ESV schien den Glauben an sich mit jedem Spielzug zurückzugewinnen. Endlich entwickelte sich nun ein Spiel mit Kombinationen und guten Chancen, die vor allem die Pinguine in Form von Kontern hatten. Doch erst fünf Minuten vor Spielende sollte die Belohnung folgen. Benjamin Arnold krönte den wohl herrlichsten Spielzug seit Wochen und traf nach Zuspiel von Michael Polaczek und Dominik Hägele zum 4:2. Abgerundet wurde die Partie dann noch vom zweiten Treffer von Marc Weigant, ehe Dorfen acht Sekunden vor Ende gegen bereits jubelnde Pinguine noch einmal traf.

Trainer Hans Rothkirch nach dem Spiel: „Ich freue mich für meine Mannschaft. Wir hatten heute schließlich nur drei etatmäßige Verteidiger. Wir haben schwer in das Spiel gefunden, aber uns immer weiter reingebissen und am Ende verdient gewonnen.“ Gästetrainer Jan Smolko haderte mit seinen Spielern: „Königsbrunn hatte mehr Willen, mehr Biss und mehr Konzentration. Nur ein Drittel zu spielen, ist zu wenig. Derzeit sind wir auswärts nur ein Punktelieferant.“

Tore: 0:1 (6.) Seisenberger, 1:1 (24.) Weigant, M. (Gossmann), 1:2 (36.) Dlugos, 2:2 (40.) Ullmann (Weigant, M., Weigant, P.), 3:2 (40.) Schwimmbeck (Mayer, Rehle), 4:2 (55.) Arnold (Hägele, Polaczek), 5:2 (59.) Weigant, M., 5:3 (60.) Stoiber, M. Strafen: Königsbrunn 18, Dorfen 24 + 10 (Geigenscheder).