5:4-Sieg nach 1:4-Rückstand

ESV Buchloe gibt erste Vertragsverlängerungen bekanntESV Buchloe gibt erste Vertragsverlängerungen bekannt
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Was für ein verrücktes Eishockeyspiel. Im letzten Match vor heimischem Publikum haben die Buchloer Pirates ihren Fans neben Freibier noch einen nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg beschert: Nach knapp 45 Minuten lagen sie gegen den EV Pfronten aussichtslos mit 1:4 zurück, ehe sie noch einen 5:4 (1:2, 0:2, 4:0)-Erfolg sicherstellten. Damit behielten die Buchloer ihre „weiße Weste“, die Pfrontener Falcons bleiben dagegen sicher auf dem vierten und letzten Platz der Gruppe A hängen. In den entscheidenden Playdowns werden die Falcons auf den EHC Waldkraiburg treffen. Gegen den Bayerischen Meister von 2008 wird es wohl äußerst schwer für sie, die Klasse zu halten.

„Wir sind natürlich niedergeschlagen“, sagte Pfrontens Trainer Harald Waibel nach der Partie: „Aber nur 45 Minuten Eishockey spielen reicht eben nicht.“ Sein Gegenüber Norbert Zabel meinte: „Bei uns lief es zuerst gar nicht. Nachdem ich im zweiten Drittel auf drei Blöcke umgestellt habe, wurde es besser. Ich bin glücklich, dass wir das Spiel noch gewonnen haben.“ Zabel hatte von Beginn an mit vier Sturmreihen spielen lassen.

Die Begegnung ging gleich mit einem Paukenschlag los, als die erste Reihe der Buchloer ihre Torgefahr demonstrierte: Mustergültig hatte Thomas Fortney Martin Kohlhund bedient und der traf nach nur 28 Sekunden zum 1:0. Sven Curmann und Bastian Simmler verpassten danach ihre Chancen, ehe auf der Gegenseite Benjamin Gottwalz einen druckvollen Angriff im Nachschuss zum 1:1 abschloss (14.). Als sich die Piraten gleich zwei Strafzeiten hintereinander leisteten, gerieten sie in Rückstand: Bei einem Bauerntrick von Pfrontens Florian Hefele war Buchloes aufmerksamer Keeper Florian Warkus noch auf dem Posten, Sekunden später war er dann doch geschlagen. Sven Friedl erzielte das 2:1 (17.).

Im zweiten Drittel erwiesen sich die Falcons als versierte Powerplayer: Ihre zwei Überzahlchancen nutzten sie zu Toren, während die Buchloer bei drei Gelegenheiten erfolglos blieben. Stefan Knöpfler gelang in der 25. Minute der dritte Gästetreffer und der Kanadier Cody Purves erhöhte gar auf 4:1 (36.). Auf Seiten des ESV Buchloe vergaben Martin Kohlhund und Robert Mayer ihre Chancen: Kohlhund schoss einen im Tor liegenden Verteidiger an, nachdem Torwart Sven Rampf schon geschlagen schien (35.). Mayer zwang Rampf dann zu einer Glanzparade mit der Fanghand (38.).

Zu Beginn des letzten Heimdrittels der Saison hatten die Buchloer Glück, denn Friedl und Hefele hätten die Gästeführung noch ausbauen können. So aber brachte Curmann mit einem Schuss von der Blauen Linie seine Farben auf 2:4 heran (45.). Ähnliche Situation eine Minute später: Diesmal traf Bohdan Kozacka aus der Distanz und mit der „zweiten Luft“ schaffte Mayer auf Vorarbeit von Robert Linke und Mathias Strodel dann den 4:4 Ausgleich (49.). Innerhalb von vier Minuten hatten die Pirates somit drei Tore aufgeholt.

Pfrontens Trainer Waibel nahm eine Auszeit, um seine Spieler wieder zur Ordnung zu rufen. Doch das half nichts, denn die Buchloer blieben am Drücker und nach einem feinen Zuspiel von Fortney gelang Simmler tatsächlich noch der umjubelte Treffer zum 5:4 (57.). In der Schlussminute entschärfte Warkus noch zwei Schüsse. Die Falcons kamen aber nicht mehr dazu, ihren Torwart vom Eis zu nehmen und mussten sich geschlagen geben.