4:3-Erfolg gegen Königsbrunn – Oppenberger wird Islander

4:3-Erfolg gegen Königsbrunn – Oppenberger wird Islander4:3-Erfolg gegen Königsbrunn – Oppenberger wird Islander
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Von Anfang an bekamen die 150 Zuschauer in Königsbrunn zu sehen, dass sich die Trainingseinheiten der Islanders gelohnt haben. Die Mannen von Trainer Michael Rossi, der seine Premiere an der Bande des EVL feierte, nahmen schnell das Heft des Handelns in die Hand und kamen früh durch Tore von James Nagle (3.) und Zdenek Cech (9,) zu einer komfortablen 2:0-Führung. „Wir haben gleich Druck erzeugt und den Gegner zu Fehler zwingen können“, sagte Teammanager Sebastian Schwarzbart nach der Partie. Zwölf Sekunden vor der ersten Drittelpause erhöhte EVL-Neuzugang Stephan Trolda sogar noch auf 3:0. Im zweiten Durchgang wurde die Partie ausgeglichener: Nach 36. Minuten kamen die Pinguine ihrerseits zu ihrem ersten Treffer. Im letzten Abschnitt konnten die Hausherren zunächst den Anschlusstreffer in der 54. Minute erzielen. James Nagle traf jedoch in der Schlussminute zum vorentscheidenden 4:2. Das erneute Anschlusstor, 15 Sekunden vor der Schlusssirene, war aus Sicht der Gastgeber reine Kosmetik. „Man sieht, dass noch ein bisschen Sand im Getriebe ist, aber wir sind auf einem sehr guten Weg“, resümierte Schwarzbart nach dem Spiel. „Das Ergebnis in solchen Spielen ist mehr als zweitrangig, aber der Sieg ist trotzdem ein Erfolgserlebnis für unser neues Team.“ Am Sonntag geht es für die Islanders bereits im gewohnten Bayernliga-Rhythmus weiter: Um 18 Uhr wartet der ESV Buchloe auf die Islanders. Ein Test zwischen den Dauerrivalen der letzten Jahre.

Neu im EVL-Team ist Nikolas Oppenberger. „Es ist nicht so einfach, sich 'auf Probe' zu empfehlen, aber Nikolas  hat schnell gezeigt, dass er ein Spieler ist, wie wir ihn brauchen“, urteilt Trainer Michael Rossi über den schnellen Außenstürmer mit Tordrang. „Er kann ein ganz wichtiger Mann für uns werden. Vor allem mit seiner Einstellung ist er ein Spieler, wie man ihn sich als Trainer wünscht.“ Gezweifelt hat man beim EVL an den Fähigkeiten Oppenbergers sowieso nicht. Letztlich waren auf beiden Seiten Kleinigkeiten zu klären. Oppenberger, der die vergangene Saison beim Oberligisten Deggendorf begann und im November zum EHC Bayreuth wechselte, kehrt im Sommer in seine Heimatstadt Kempten zurück, wo er auch studieren wird. „Er hat bei uns angefragt und wir haben festgestellt, dass er ein positiv Eishockey- Verrückter ist, der uns verstärken wird“, sagt der sportliche Leiter Bernd Wucher. Für Bayreuth erzielte Oppenberger in 20 Spielen 13 Scorerpunkte (7 Tore). Zuvor kam er mit dem TEV Miesbach zu Meisterehren, erzielte 2009/10  in 39 Spielen 33 Punkte (17 Tore). Auch in Memmingen überzeugte der 1,77 Meter große und 77 Kilogramm schwere Allgäuer und knackte dort sogar die 20-Tore-Marke.

Mit dem jungen Stürmer, der bei den Islanders die Nummer 69 tragen wird, haben die Lindauer ihre Personalplanungen vorerst abgeschlossen. „Es könnte sich im Sturm noch eine weitere Option ergeben, aber hier müssen wir einfach noch warten und freuen uns, wenn sie zustande kommt. Wir sind aber jetzt schon überzeugt, eine gute Mischung aus jung und alt zu haben. Im Training harmonieren die Jungs immer besser“, sagt Michael Rossi.