3:2 in Nürnberg – EV Lindau feiert dritten Sieg in Serie

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Dabei sah es zunächst alles andere als gut für die Lindauer aus. Schon nach drei Minuten nutzten die Gastgeber ihr erstes Powerplay durch Björn Reiser zum 1:0. Waldemar Quapp, der erneut für den verletzten Michael Gundlach im EVL- Tor stand, war dabei chancenlos. Auch in der Folgezeit passierte einiges im Lindauer Drittel, da der EHC wesentlich aggressiver zu werke ging, als der EVL. Der ließ Eishockey- Primärtugenden wie Checks zu ende fahren, Zweikämpfe an der Bande gewinnen und Zug zum Tor weitgehend vermissen. „Erstaunlich, dass wir dennoch zu Torchancen kamen“, sagte Trainer Michael Rossi. So verfehlte James Nagle in der 9. Minute das leere Tor, Jiri Kunce traf in Überzahl nur den Pfosten (12.) und Stephan Trolda zielte bei einem Konter zu hoch (19.). „Aufgrund der Spielweise war Nürnbergs Führung verdient. Die haben nicht wie ein Tabellenletzter gespielt. Aber Respekt wie wir nach dem enttäuschenden Auftakt zurückgekommen sind“, sagte EVL- Vorsitzender Marc Hindelang.

Dabei mussten die Islanders erst noch einen weiteren Nacken schlag hinnehmen. Im zweiten Drittel schossen die Franken nur zweimal auf das Tor von Quapp – und trafen einmal. Nach 24 Minuten lag der EHC durch Alexander Priem 2:0 in Führung - und die Gäste endgültig geweckt. In einer kompakten Mannschaft, die nun das Körperspiel und den Kampf vehement annahm, ging vor allem Dominic Mahren voran, der die Nürnberger Defensive immer wieder vor Probleme stellte. In der 28. Minute erkämpfte er sich hinter dem gegnerischen Tor die Scheibe, brachte sie zu James Nagle, der vor das Tor passte, wo Mike Dolezal zum 2:1 vollendete. Ab diesem Moment drehte sich die Partie komplett. Die Islanders drückten vor 106 Zuschauern auf den Ausgleich, scheiterten aber wie der erneut starke Andreas Pufal am starken, DEL- Erfahrenen, EHC- Goalie Tobias Güttner.

Der bekam auch im Schlussabschnitt einiges zu tun. „Gegen eine so hart verteidigende Mannschaft und so einen guten Torhüter muss man sich die Tore hart erarbeiten. Das haben wir getan“, sagte Rossi. Was nicht ohne Schmerzen abging: So mussten die Lindauer lange um Dominic Mahren nach einem Check gegen den Kopf bangen. Die berechtigte fünf Minuten Strafe gegen die Gastgeber, darunter eine Minute mit zwei Mann mehr, nachdem Schwarzbart umgemäht wurde, konnten die Lindauer aber nicht nutzen. Allerdings zeigten sie weiter Kämpferqualitäten – gerade auch Mahren, der zurückkehrte und mit einem tollen Rückhandschuss unter die Latte zehn Minuten vor dem Ende verdient ausglich. „Danach haben wir nachgesetzt und uns den Dreier geholt, den wir unbedingt wollten“, sagte Rossi. Auch hier war die erste Reihe entscheidend. Nach Dolezal und Mahren, die perfekt vorbereiteten, konnte sich auch noch Nagle in die Torschützenliste eintragen, als er Vier Minuten vor dem Ende nur einzuschieben brauchte. Danach überstand der EVL noch eine Unterzahl, ehe der bei 42:12 Torschüssen verdiente 3:2-Sieg feststand.