2+1: EVL findet interne Trainerlösung für die neue SaisonEV Lindau

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Das Trio hatte bereits nach Mojteks Rücktritt den Trainingsbetrieb geleitet und bei den Spielen gecoacht. „Die Lösung hat sich dabei bewährt und wir halten sie auch im Ligabetrieb für tragfähig“, sagt der sportliche Leiter Bernd Wucher. „Es war auch ein ausdrücklicher Wunsch der Mannschaft, mit Martin Masak als Chefcoach in die Saison zu gehen. Wir haben uns auch klar darauf verständigt, dass Martin das nur so lange macht, wie es gut funktioniert. Aber da haben wir keine Bedenken.“ Schon in der vorletzten Saison hatte Masak das Team kurz vor Saisonende übernommen und in der Abstiegsrunde den Ligaerhalt geschafft. Jetzt lauten die Ziele anders. „Wir wollen Platz Acht erreichen, dafür arbeiten wir hart“, sagt der 37-Jährige. Seine langjährige Erfahrung aus dem Profibereich wird ihm in dieser Doppelfunktion sicher helfen.

Im Gegensatz zu damals steht Masak diesmal allerdings auch als Spieler auf dem Eis. Deshalb wird ihm auf der Bank der lizenzierte Trainer und Team Manager Sebastian Schwarzbart assistieren. „Gerade beim coachen an der Bande kann ich Martin entlasten, damit er sich auf sein Spiel konzentrieren kann“, sagt Schwarzbart. „Ich freue mich über das Vertrauen, das mir von Mannschaft und Vorstand entgegen gebracht wird.“ Diese Doppelspitze ergänzt Mirek Slapka, wenn er nicht zeitgleich in seiner Hauptfunktion als Nachwuchs-Headcoach benötigt wird. „Es gibt hier sicher auch Überschneidungen. Dann hat der Nachwuchs Vorrang, aber wir sind personell und fachlich sehr gut aufgestellt“, sagt Bernd Wucher.

Nach dem Rücktritt von Pavel Mojtek hatten die Verantwortlichen der Islanders zahlreiche Möglichkeiten diskutiert, einige Bewerbungen sondiert und auch Gespräche mit eigenen Kandidaten geführt. Trotz der Zeitnot kurz vor Saisonstart agierten die Verantwortlichen aber nach dem Motto: „Wir suchen nicht die schnellste, wir suchen die beste Lösung für den EVL“. Die Islanders sollten nicht in eine nur schwer passende oder unerfahrene Hand übergeben werden.

„Letztlich hat uns die Mannschaft die Entscheidung abgenommen. Der Zusammenhalt des Teams in dieser Extremsituation hat uns sehr beeindruckt. Jeder hat etwas mehr Verantwortung übernommen, das macht uns sehr zuversichtlich, dass diese außergewöhnliche Lösung klappt“, sagt Vorsitzender Marc Hindelang.

So gehen die Lindauer zum ersten Mal seit über zehn Jahren mit einem Spielertrainer in die Saison und sind neben Höchstadt und Nürnberg das einzige Team mit dieser Konstellation in der Bayernliga. Neuer Kapitän wird Tobias Fuchs sein, der letzte Woche 28 Jahre alt gewordene Verteidiger spielt seit 2009 beim EVL. Seine Assistenten sind Eigengewächs Patrick Prell, Benjamin Arnold, auch Martin Masak wird das „A“ auf der Brust tragen.

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