Schönheider Wölfe gewinnen Derby gegen Crashers4:1-Erfolg gegen Chemnitz – Jordan Klotz schied verletzt aus

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Der Ausgang des Spiels war jedoch wie schon in den vier vorherigen Saisonderbys der gleiche, denn am Ende siegten die Schönheider Wölfe durch Tore von Leon Marko (2), Petr Kukla und Vincent Wolf hochverdient mit 4:1 (1:1, 2:0, 1:0) gegen die Chemnitz Crashers. So richtig Freude wollte aber bei den Wölfen nicht aufkommen, denn der Erfolg wurde leider durch die schwere Verletzung von US-Stürmer Jordan Klotz getrübt, welcher im zweiten Drittel unglücklich von einem Puck im Gesicht getroffen wurde, sofort ins Krankenhaus eingeliefert werden musste und noch in der vergangenen Nacht operiert wurde. Erste Diagnose, Kiefer- und Jochbeinbruch.

Dabei begann das fünfte Derby in dieser Spielzeit vor 744 Zuschauern im Wolfsbau sehr stimmungsvoll. Zunächst durften die Fans eine farbenfrohe Lasershow der LEC GmbH aus Eibenstock bestaunen, ehe es im Wunderkerzenschein und mit Feuerfontänen zum lautstarken Mannschaftseinlauf der Hausherren kam. Gänsehaut-Feeling machte sich breit und so mussten nur noch die beiden Mannschaften ihr übriges zu einem perfekten Eishockeyabend tun.

Beide Teams begannen die Partie doch sehr nervös. Vor allem die Wölfe fanden zunächst nicht wie gewohnt zu ihrem Spiel und leisteten sich viele Fehlpässe und Ungenauigkeiten im Aufbauspiel. Chemnitz lief den Gegner immer hoch und aggressiv an und verhinderte dadurch, dass die Gastgeber ihre Schnelligkeitsvorteile ausspielen konnten. Die 1:0-Führung der Crashers durch Charly Rudolph in der neunten Minute war dann auch sowas wie ein Weckruf für die Wölfe, die in der Folge deutlich mehr investierten. Der Lohn war der 1:1-Ausgleich durch Leon Marko in der 16. Minute, gleichzeitig auch der Spielstand zur ersten Pause.

Wölfe-Coach Sven Schröder fand in der Kabine deutliche Worte an sein Team, das im Mittelabschnitt dann auch so langsam auf Touren kam. Chemnitz jetzt nur noch sporadisch in der Offensive, schaffte es jedoch bis zur Mitte des Spiels immer wieder die Wölfe auszubremsen. Dabei wurde nicht jeder Zweikampf fair geführt, was zur ein oder anderen Strafzeit führte. Diese Phase nutzten die Erzgebirger eiskalt aus und trafen in Überzahl durch Petr Kukla zur längst verdienten 2:1-Führung. Nur sechseinhalb Minuten später das gleiche Spiel. Während ein Chemnitzer die Strafbank drückte, bauten die Wölfe mit einem Mann mehr auf dem Eis ihre Führung aus, als Leon Marko mit seinem zweiten Treffer im Spiel kurz vor dem zweiten Pausentee das 3:1 (39.) erzielte.

Im Schlussdrittel war dann spielerisch von beiden Teams nicht mehr viel zu sehen. Den Crashers ging die Puste aus, in dessen Folge sie große Mühe hatten, überhaupt noch über die Mittellinie zu kommen. Die Wölfe hingegen verwalteten nun das Spiel und waren eher darauf bedacht, ohne weitere Verletzungen aus der Partie zu kommen. Ein Highlight und den schönsten Spielzug des Abends gab es dann doch noch zu bestaunen, als Vincent Wolf nach feiner Kombination über Eric Neumann und Petr Kukla in der 54. Minute zum 4:1-Endstand für die Hausherren einnetzte.

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