Schönheider Wölfe erkämpfen sich Derbysieg gegen Chemnitz Entscheidung erst im letzten Drittel

Jubel bei den Wölfen: Schönheide gewann in Chemnitz. (Foto: Markus Gläß/Schönheider Wölfe)Jubel bei den Wölfen: Schönheide gewann in Chemnitz. (Foto: Markus Gläß/Schönheider Wölfe)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Beide Mannschaften konnten nahezu in Bestbesetzung antreten und waren sich über die Bedeutung dieser Partie bewusst, denn während die Wölfe unbedingt den Anschluss zu Tabellenführer FASS Berlin halten wollten, benötigen die Crashers im Kampf um einen der vier Playoff-Plätze jeden Punkt. Unter diesen Voraussetzungen wurde es dann auch ein umkämpftes und spannendes Derby, in welches die Erzgebirger den besseren Start erwischten und in doppelter Überzahl durch Florian Heinz mit 1:0 (7.) in Führung gingen. Keine fünf Minuten später nutzten die Crashers ihrerseits ein Powerplay, um durch Toms Prokopovics auszugleichen. In der Folge hatten die Wölfe die deutlich höheren Spielanteile und auch Torchancen, doch fehlte oftmals die Konzentration im Abschluss, womit es mit dem 1:1-Unentschieden in die erste Pause ging.

Im Mittelabschnitt unverändertes Bild. Die Wölfe belagerten gut zehn Minuten lang das Crashers-Gehäuse, hingegen die Gäste kaum zu nennenswerten Offensiv-Aktionen kamen. Die Druckphase wurde in der 32. Minute belohnt, als Richard Zerbst die Gastgeber wieder mit 2:1 in Führung brachte. Doch die Freude hielt nicht lange an, denn einen Fehler in der Wölfe-Defensive nahmen die Chemnitzer gerne an und kamen aus dem Nichts zum 2:2-Ausgleich durch Sebastian Kneuse. Die Hausherren gingen weiter sehr fahrlässig mit ihren eigenen Chancen um und so blieb es auch zum zweiten Pausentee beim Remis zwischen beiden Teams.

Das Schlussdrittel mussten die Wölfe noch eineinhalb Minuten in Unterzahl beginnen, was sich aber zum Glück nicht negativ auswirken sollte. Im Gegenteil, denn Tomas Rubes gelang 65 Sekunden nach Wiederbeginn ein Shorthander und brachte sein Team zum dritten Mal in dieser Partie mit 3:2 in Führung. Dieses Mal sollten die Crashers keine passende Antwort mehr finden, denn spätestens mit dem 4:2 durch Petr Kukla (47.) war bereits eine Vorentscheidung im Derby gefallen, zumal nur 56 Sekunden später Tomas Rubes auf 5:2 erhöhen konnte. In der restlichen Spielzeit ließen die Wölfe nichts mehr anbrennen und feiern so am Ende einen verdienten Derbysieg.

Crashers-Trainer Tobias Rentzsch war über zwei Drittel lang mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden, fand aber für den „Einbruch“ im Schlussdrittel keine Erklärung. Sein Gegenüber, Wölfe-Coach Sven Schröder war mit den drei Punkten zufrieden, bemängelte aber erneut die Chancenverwertung und teilweise fahrlässige Spielweise seines Teams, welches sich im Hinblick auf die Playoffs noch steigern muss, will man bei der Vergabe des Meistertitels ein ernstes Wort mitsprechen.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!