Schönheider Wölfe: Comeback und Sieg gegen Jadehaie5:4 gegen den ECW Sande

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Am Ende jubelten die Wölfefans ausgelassen, denn ihr Team hatte es tatsächlich geschafft, einen 1:4-Rückstand gegen den spielstarken Nord-Meister im Schlussdrittel noch in einen 5:4 (1:1, 0:3, 4:0)-Sieg zu drehen und in der Best-of-Three-Serie vorzulegen.

Die Gäste aus dem Norden waren nahezu in Bestbesetzung angereist, während Wölfe-Coach Sven Schröder wie schon in den vergangenen Wochen mit Christian Laszig, Jordan Klotz, Yannick Löhmer und Robert Horst auf vier Stammkräfte verzichten musste.

Man hätte denken können, dass sich beide Teams zu Beginn erst einmal unter die Lupe nehmen, doch die Hausherren begannen wie die Feuerwehr und gingen bereits nach 62 Sekunden durch Kapitän Kilian Glück mit 1:0 in Führung. Erst nach ein paar Minuten konnten sich die Jadehaie vom Druck befreien und fanden spätestens mit dem 1:1-Ausgleich durch Vitalij Janke (9.) besser in die Partie. Schönheide hatte in der Folge zwar mehr Spielanteile, doch auch Sande blieb mit cleverer Spielweise immer gefährlich. Das Unentschieden zur ersten Pause ging daher völlig in Ordnung.

Im Mittelabschnitt verloren die Wölfe dann völlig ihre Linie und mussten zudem noch einige unnötige Strafen nehmen, was die Jadehaie mit ihren routinierten Spielern nutzten, um in der 26. Minute in Überzahl durch Peter Boon mit 2:1 in Führung zu gehen. Während bei den Hausherren auch weiter nicht viel funktionierte, waren die Gäste jetzt deutlich am Drücker und legten nur fünf Minuten später und erneut im Powerplay das 3:1 durch Sergejs Piskunovs nach. Als Sandes Tim Maier in der 37. Minute dann gar noch auf 4:1 für die Gäste erhöhte, schien bereits zur zweiten Pause eine Vorentscheidung gefallen.

Es war wohl laut und eindringlich, was Wölfe-Coach Sven Schröder seinem Team in der Drittelpause zu sagen hatte, denn zum Schlussdrittel kamen die Wölfe wie ausgewechselt aufs Eis zurück und zeigten jetzt wieder das aggressive Spiel, was sie in dieser Saison schon so oft ausgezeichnet hat. Permanenter Druck auf den Gegner, welcher sich in der Folge nur durch kleinere Fouls zu helfen wusste und dadurch eine Reihe von Strafzeiten kassierte. Dieser Umstand führte dazu, dass die Wölfe ein kaum noch für möglich gehaltenes Comeback starteten und durch drei Treffer von Florian Heinz (46.), Jannik-Noah Grätke (48.) und Petr Kukla (48.) innerhalb von 122 Sekunden und jeweils in doppelter Überzahl zum 4:4 ausglichen. Der Wolfsbau war jetzt ein Tollhaus, denn auch das Momentum war nun deutlich auf Schönheider Seite, was die Hausherren nutzten und durch Vincent Wolf in der 55. Minute die Partie mit der 5:4-Führung gänzlich drehten. Bis zur Schlusssirene war dann aber noch einmal Spannung und Dramatik pur angesagt, denn die Jadehaie agierten kurz nach dem Gegentreffer ganze vier Minuten in Überzahl. Doch zum Fels in der Brandung wurde nun Wölfe-Keeper Niko Stark, welcher sich nicht mehr überwinden ließ, während seine Mitstreiter auf dem Eis das Übrige taten und sich nahezu in jeden Schuss warfen. Auch die Herausnahme vom guten Sande-Goalie Nikolajs Zurkovs zugunsten eines sechsten Feldspielers brachten den Jadehaien nicht mehr den gewünschten Erfolg, wonach die Wölfe am Ende einen glücklichen, aber aufgrund der Leistungssteigerung im letzten Drittel auch einen verdienten 5:4-Sieg feiern durften.

Damit gehen die Schönheider Wölfe in der Best-of-Three-Serie mit 1:0 in Führung und müssen nun am Samstag, 30. März, zum zweiten Finalspiel nach Sande reisen, wo die Erzgebirger bei einem weiteren Erfolg schon den Meistertitel der Regionalligen Nord und Ost perfekt machen könnten. Sollten die Jadehaie als Sieger vom Eis gehen, steigt das alles entscheidende dritte Finalspiel am Sonntag, 31. März, um 17 Uhr wieder im Schönheider Wolfsbau.

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