Schönheider Siegesserie in Berlin gerissenFASS gewinnt mit 3:2 gegen die Wölfe

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Zwei Wochen ohne Spielpraxis und ausgefallene Trainingszeiten aufgrund der Stadionsperrung, dazu mit 12+2-Minikader und ohne fünf Spieler angetreten, es fehlten Jannik-Noah Grätke, Christian Freitag, Christian Laszig und Leon Marko verletzungs- und Florian Richter berufsbedingt, schon die Voraussetzungen vor dieser Partie waren alles andere als günstig.

Im ersten Drittel waren all diese Umstände den Wölfen deutlich anzumerken. Es dauerte eine ganze Weile, um wieder Spielrhythmus und Tempo zu finden und auch die Specialteams in Über- und Unterzahl hatten doch ungewohnte Probleme. Gleich der erste Gegentreffer durch Berlins Richard Jansson (5.) kassierten die Wölfe in eigener Überzahl, welchem ein Powerplaytreffer der Akademiker durch Luis Noack zum 2:0 (11.) folgte. Dem noch nicht genug, traf selbiger Spieler beim 3:0 (16.) ein weiteres Mal, als die Erzgebirger mit einem Mann mehr auf dem Eis agierten.

Wölfe-Coach Sven Schröder schien in der ersten Pause die richtigen Worte an seine Spieler gefunden zu haben, denn ab dem Mittelabschnitt kamen die Wölfe besser in die Begegnung und beherrschten die Partie mit zunehmender Spielzeit. Einziges Manko, die Gäste trafen das Tor nicht oder scheiterten am gut aufgelegten FASS-Goalie Patrick Hoffmann, welcher mehrfach mit guten Paraden aufwartete. So blieb es bis zur zweiten Pause bei der vermeintlich klaren Führung für die Akademiker.

Im Schlussdrittel war es dann nur noch ein Spiel in Richtung Berliner Gehäuse. Schönheide nun klar überlegen, drängte die Hausherren tief in die Defensive und kam in der 46. Minute zum längst fälligen 3:1 durch Petr Kukla in Überzahl. In der Folge hatten die Wölfe mehrfach den Anschlusstreffer auf dem Schläger, scheiterten aber erneut am FASS-Goalie oder dem eigenen Selbstvermögen. So dauerte es bis in die Schlussminute hinein, ehe dem Tabellenführer in Überzahl und mit Herausnahme von Goalie Niko Stark das 3:2 durch Kilian Glück gelang. 55 Sekunden waren noch auf der Uhr, doch wie schon die 40 Minuten zuvor, stemmten sich die Akademiker mit Mann und Maus gegen den mittlerweile verdienten Ausgleich für die Wölfe. Am Ende hat es für den Spitzenreiter leider nicht ganz gereicht, wonach die erste Saisonniederlage besiegelt war.

Wölfe-Coach Sven Schröder zum Spiel in der Hauptstadt und zur Leistung seiner Mannschaft: „Im ersten Drittel waren wir einfach nicht im Spiel. Zu viele individuelle Fehler haben uns einen Rückstand eingebracht, der zu diesem Zeitpunkt auch verdient war. Was für mich entscheidend ist, war die Reaktion darauf. Ab dem zweiten Drittel haben wir das Spiel dominiert. Wir haben uns Chancen über Chancen erarbeitet, aber leider nicht das Glück auf unserer Seite gehabt. Im letzten Drittel war diese Dominanz meiner Mannschaft noch extremer und wir haben uns wortwörtlich in das Spiel zurück gekämpft, aber es sollte am Ende nicht reichen. Diese Niederlage musste irgendwann kommen. Nun ist sie da und wir stehen immer noch da wo wir stehen. Entscheidend sind für mich nicht die drei Punkte, sondern das wir FASS Berlin mit zwölf Spielern über 40 Minuten lang dominiert haben und von daher kann ich nur stolz auf die Leistung meines Teams und dessen Kraftakt sein.“

Am kommenden Samstag, 26. Januar, um 17 Uhr findet das nächste Heimspiel für die Schönheider Wölfe statt. Zu Gast im Wolfsbau sind dann die Bombers Bad Muskau.

Zum ausgefallen Spiel gegen die Saale Bulls 1b gibt es derweil noch keine Ergebnisse. Den angebotenen Nachholtermin (27. Januar) haben die Hallenser abgelehnt, wonach die Verantwortlichen der Schönheider Wölfe unter Woche vier weitere Termine angeboten haben.

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