Zwei Wolfsrudel – sechs Punkte

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Gegen die beiden Wolfsrudel der Liga konnten die Rostock Piranhas am Wochenende sechs Punkte einfahren. Bereits am Samstagabend gewannen die Piranhas recht souverän mit 6:2 (3:1, 1:1, 2:0) (Torschützen: Vojcak 2, Garthe, Hainke, Bartanus, Blaha sowie Kreißl und Wolf für Schönheide) beim Tabellenvorletzten EHV Schönheide. Am Sonntagabend ging es dann in der Eishalle an der Schillingallee gegen den Tabellenfünften, den ESC Braunlage. Dabei konnten sich die Piranhas in einem jederzeit schnellen und kampfbetonten, aber stets fair geführten Spiel am Ende mit 6:0 (1:0, 3:0, 2:0) durchsetzen.

Dabei sah es anfangs gar nicht nach einem klaren Sieg der Gastgeber aus. Das erste Drittel verlief weitestgehend ausgeglichen mit nur wenigen Torchancen auf beiden Seiten. Die Piranhas, bei den Christian Franz, Jan Michalek und Back-up Benjamin Grunwald fehlten, taten sich zunächst schwer gegen die mit robustem Körpereinsatz agierenden Wölfe aus Braunlage. Etwas glücklich fiel dann auch der erste Treffer: Ronny Schneider – frei vor Nikolas Waldner stehend, konnte einen hoch angesetzten Befreiungsschlag mit dem Handschuh abfangen und unbedrängt einschießen. Gleich zu Beginn des zweiten Drittels gelang David Hördler nach einem abgefälschten Schuss von Yann Jeschke das 2:0. Danach versuchten die Wölfe aus Braunlage alles, um ins Spiel zurückzukommen und entwickelten mächtig Druck auf das Tor der Piranhas. Doch was an der sehr stabilen Piranhas-Defense vorbeikam, das schnappte sich der sehr gut aufgelegte Goalie Branislav Hippik, der sich in dieser Phase des Spiels mit einigen spektakulären Saves auszeichnen konnte. Richtig brenzlig wurde es vor dem Piranhas-Gehäuse zur Mitte des Spiels bei einer längeren Unterzahl. Doch als nach einer 5:3-Unterzahl Yann Jeschke als vierter Spieler für die Piranhas wieder aufs Eis durfte, konnte er direkt von der Bank kommend einen Befreiungsschlag aufnehmen, steuerte aufs Tor zu und traf nur den Pfosten. Nur knapp eine Minute später, die Piranhas waren gerade wieder komplett, schnappte sich Petr Hruby den Puck im eigenen Drittel, marschierte unaufhaltsam an drei Braunlager Spielern vorbei, ließ auch Waldner im Tor alt aussehen und markierte mit dem wohl schönsten Move des Abends das 3:0. Die Wölfe waren geschockt, die Piranhas witterten Morgenluft und kamen wenig später durch Hördlers zweiten Treffer – aus spitzem Winkel schoss er Waldner den Puck über seine bewegungslose Schulter unter die Latte – zum 4:0. Noch im zweiten Drittel hätten die Piranhas erhöhen können, doch Bartanus traf freistehend nur an den Pfosten. Dafür sorgten sie dann aber im Schlussdrittel, in dem sie nichts mehr anbrennen ließen. Trotz des Auswärtsspiels am Abend zuvor wirkten sie jetzt deutlich agiler als die Gäste. Durch zwei schön heraus gespielte Tore von Bartanus und Garthe stellten sie den 6:0-Endstand her und Branislav Hippik konnte verdient seinen ersten Shut-out der Saison feiern.

Tore: 1:0 (16:46) Schneider, 2:0 (21:32) Hördler (Schneider, Jeschke), 3:0 (34:11) Hruby (Hainke), 4:0 (35:41) Hördler (Herrmann, Schneider), 5:0 (47:13) Bartanus (Hruby, Haupt), 6:0 (59:11) Garthe (Vojcak, Hainke/5-4). Strafen: Rostock 18, Braunlage 18. Zuschauer: 1454. Schiedsrichter: Schiffer (Adler, Ciupka).

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