Zwei Mammutaufgaben am Wochenende

Angstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasstAngstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasst
Lesedauer: ca. 1 Minute

Insgesamt gut 800 Kilometer Autobahn haben die Herforder Ice Dragons am Wochenende vor sich, um dann auch noch auswärts gegen die vermutlich stärksten Gegner der Aufstiegsrunde anzutreten. Den Anfang machen am Samstagnachmittag die über 200 Kilometer Anreise zum Eisstadion des ESV Bergisch Gladbach. Die Realstars, letzte Saison als Zweiter der Verbandsliga in die Regionalliga aufgestiegen, sind erst am letzten Spieltag in den Regionalliga-Pokal gerutscht, hätten mit nur einem Sieg mehr in der Regionalliga-Endrunde um den Aufstieg in die Oberliga spielen können. Im Grunde genommen ist der Kern der Realstars gleichgeblieben, mit Daniel Pering, Boris Ackermann und Tim Krahforst kamen aus Neuss geballte Regionalligaerfahrung und einiges an Qualität dazu und im Tor holte man mit Ex-DEL-Keeper Marco Ohmann einen richtigen Kracher. Dazu kommt, dass die Realstars die ganze Saison über das hohe Tempo der Regionalliga verinnerlicht haben, ein nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber den Verbandsligisten. Dies alles zeigt ganz deutlich, dass die Ice Dragons am Samstagabend ab 20 Uhr an der Saaler Mühle nur als Underdog antreten werden, die Favoritenrolle liegt klar bei den Gastgebern. Dennoch wollen sich die Ice Dragons so teuer wie möglich verkaufen und haben die Hoffnung auf eine kleine Überraschung noch nicht ganz aufgegeben.

Nur einen Tag später wird die Reisestrecke noch weiter. Wenn die Ice Dragons am Sonntag um 18 Uhr beim EHC Troisdorf antreten, haben sie gut 220 Kilometer Anreise hinter sich. Der EHC Troisdorf ist ein gestandenes und etabliertes Mitglied der Regionalliga. Zwar kamen Sie in der Hauptrunde, auch auf Grund von einigen Verletzungen, nicht richtig in Schwung, aber der seit Jahren gewachsene Kader hätte normalerweise locker um einen Aufstiegsrundenplatz mitspielen können. Pünktlich zum Auftakt in den Regionalliga-Pokal zeigte das Team dann, was möglich ist. Mit 10:4 wurden dem Verbandsligameister, der 1b der Ratinger Ice Aliens, klar die Grenzen aufgezeigt, ein klare Demonstration des Qualitätsunterschiedes zwischen Regionalliga und Verbandsliga. Für die Ice Dragons kann also auch im Troisdorfer Icedome nur das Ziel sein, einen Favoriten so lange wie möglich zu ärgern, um am Ende eventuell doch etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!