Zu viele Strafzeiten kosten EGDL den Sieg

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Das erste Drittel begann für die Rockets äußerst unglücklich: Gleich zweimal hatte die EGDL die Führung auf dem Schläger, wurde aber jeweils im direkten Gegenzug von den konterstarken Gästen überrascht und sah sich plötzlich einem frühen 0:2-Rückstand gegenüber. Diesen baute die Eintracht noch aus, als man kurz vor der Pause erneut im Anschluss an eine weitere vergebene Großchance der EGDL zum 3:0 traf.

Auch im mittleren Spielabschnitt hatte das Team vom Main den besseren Start und ging durch einen weiteren Treffer 4:0 in Führung. Daraufhin nahm EGDL-Coach Holger Pöritzsch einen Torwartwechsel vor und schickte Ralf Groos für Michael Hummernick zwischen die Pfosten. Doch auch der hatte kurz darauf keine Chance, das Frankfurter 5:0 zu verhindern. Obwohl Marco Herbel kurz darauf auf 1:5 verkürzte, schien das Spiel gelaufen. Zumal sich die EGDL in der Folgezeit das Leben mit zahlreichen Strafzeiten selber schwer machte. Während Marco Herbel gleich für zehn Minuten in die „Kühlbox“ musste, war das Spiel für Stürmerkollegen Timo Fuhr gar frühzeitig beendet: Nachdem ein Foul gegen ihn nicht geahndet wurde, machte er seinem Ärger gegenüber den Unparteiischen verbal Luft und wurde mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe unter die Dusch geschickt.

Obwohl personell geschwächt, bewiesen die Rockets im Schlussdrittel dann aber Moral und kämpften sich zurück in die Partie. Nach Treffern von Stephan Lohse, Marco Herbel und Dmitry Shimkov stand es plötzlich nur noch 4:5 aus Sicht der EGDL und das Spiel schien zu kippen. In den Schlussminuten schwächten sich die Gastgeber allerdings erneut durch zahlreiche – zum Teil unnötige – Strafzeiten und nahmen sich somit selbst die Chance, den nötigen Druck in der Offensive zu erzeugen. Dies nutzte die Eintracht und erzielte schließlich zwei Minuten vor Schluss in Überzahl das entscheidende Tor zum 6:4-Endstand.

„Kämpferisch hat die Mannschaft gegenüber den letzten Spielen endlich wieder überzeugt, insbesondere im dritten Drittel. Wir müssen uns aber den Vorwurf gefallen lassen, in vielen Situationen einfach zu ungeschickt und zum Teil zu undiszipliniert gehandelt zu haben. Wenn du gut die Hälfte eines Spiels in Unterzahl bestreitest ist es fast unmöglich, dieses auch zu gewinnen. Es wäre zwar schön gewesen, wenn die Aufholjagd im letzten Drittel belohnt worden wäre, aber unter dem Strich hat Frankfurt verdient gewonnen“, so Pöritzsch.

Am kommenden Wochenende hat die EGDL spielfrei, ehe es dann in gut zwei Wochen gegen den zweiten Vertreter vom Main geht: Am Sonntag, 20. Februar, sind um 19.15 Uhr die Eisteufel Frankfurt zu Gast in der Diezer Eissporthalle.

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