Zehn Endspiele bis zu den Play-offs

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Die Vorrunde ist Geschichte, ab sofort zählt jeder Punkt. Zum Auftakt der Meisterrunde der besten sechs Teams in der Regionalliga Nord erwarten die Harzer Wölfe in heimischen Jagdgefilden die Heidschnucken vom Adendorfer EC. Beginn beim einzigen Wochenendspiel der Wölfe ist am Freitag um 20 Uhr im Braunlager Wurmbergstadion.

„Ab sofort sind es zehn Endspiele bis zu den Play-offs“, gibt ESC-Trainer Bernd Wohlmann die Richtung und das Ziel vor. Mindestens Zweiter müssen die Wölfe werden, wollen sie nach der Meisterrunde in die Play-off-Vergleiche gegen die zwei besten Teams der Regionalliga West. Eine schwere, aber lösbare Aufgabe. „Ausrutscher dürfen wir uns jedenfalls nicht erlauben“, erwartet Wohlmann höchste Konzentration von seiner Mannschaft. In der Vorrunde waren die Harzer als Dritter über die Ziellinie gegangen, einen Punkt hinter dem Zweiten aus Timmendorf.

„Am Freitag werden wir drei Reihen zusammen haben“, hofft Wohlmann. Nach den vergangenen kraftraubenden Spielen mit nur zwei Reihen eine wichtige Entwicklung. So kehrt Andreas Bippus nach seiner Verletzungspause wieder zurück, auch Vadim Jost und Michele Meridian sind wieder an Bord. Verzichten müssen die Wölfe dagegen noch auf Alois Öttl und Markus Schneider, bei den beiden Verteidigern ist aber ein Ende der Ausfallzeit in Sicht.

Die Adendorfer schafften als Tabellenvierter relativ souverän den Einzug in die Meisterrunde. Star im Team des AEC ist ohne Frage Torwart Michal Marik. Der Tscheche wechelte von den Eislöwen Dresden aus der zweiten Liga in die Heide. Als sicherer Rückhalt hat er den Adendorfern schon einige Punkte fast im Alleingang gesichert, etwa beim 2:1-Penaltysieg in Timmendorf. Während seiner Zeit in Dresden gelang dem Tschechen, der lange höherklassig in seiner Heimat spielte, auch das einmalige Kunststück, sowohl im DEL- als auch im ESBG-Allstar-Game zum besten Spieler gewählt zu werden.

Vor Marik steht eine solide Abwehr, in die sich auch der letztjährige Braunlager Benjamin Zech schnell eingefügt hat. Einen ausgewiesenen Offensiv-Verteidiger kann der AEC allerdings nicht aufbieten. Im Sturm kann sich Trainer Lumir Mikesz auf eine ganze Reihe von routinierten Angreifern verlassen. Topscorer ist Kapitän Denny Böttger (15 Tore, 15 Vorlagen), der bei den Adendorfern praktisch schon zum Inventar gehört. Ihm zur Seite stehen mit Matthias Hofmann, Peter Hofmann und Andrej Gorbenko weitere erfahrene Angreifer. Die beiden Vergleiche in der Vorrunde waren jeweils knappe Angelegenheiten, zweimal setzte sich am Ende aber der ESC mit 4:2 durch.

Ob das Spiel zwischen den Wölfen und den Heidschnucken allerdings wirklich stattfinden kann, wird sich erst am späten Donnerstag Abend oder Freitag Morgen entscheiden. Durch die starken Neuschneefälle hat sich die Schneelast auf dem Dach des Braunlager Eisstadions noch einmal deutlich erhöht. Die Sicherheit für Spieler und Zuschauer könnte daher gefährdet sein. Derzeit versucht die Feuerwehr, das Dach von der Schneelast zu befreien. „Wir werden auf unserer Homepage natürlich sofort berichten, wenn klar ist, ob gespielt werden kann oder nicht“, bittet ESC-Pressesprecher Robert Koch die Fans, sich am Freitag Morgen aktuell auf www.harzer-woelfe.de zu informieren.

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